Archiv für den Monat: Februar 2015

So klappt es nach der Trennung mit dem Neuanfang

TrennungEine Trennung ist ein schmerzhafter Prozess, der vor allem zu Beginn von dem Gefühl der Aussichtslosigkeit begleitet wird. Wenn Sie selbst betroffen sind, dann kennen Sie das Auf und Ab, der Gefühle, das die erste Phase der Trennung kennzeichnet.Wenn Sie selbst der oder die Verlassene sind, können die Gefühle besonders stark sein, denn jemand anders hat Sie vor vollendete Tatsachen gestellt. Doch auch wenn Sie selbst die Entscheidung gefällt haben, erleben Sie ein Gefühlschaos, das erst einmal bewältigt werden muss.

Nachfolgend erhalten Sie eine Reihe von Tipps, die Ihnen helfen werden, Ihren Weg durch die Krise zu gehen. Sie werden viel von dem wiederfinden, was Sie vielleicht schon früher durchlebt haben und einiges, was noch auf Sie zukommt. Aber Sie werden auch sehen, dass Sie sich tatsächlich selbst aus Ihrer Trauer befreien können, wenn Sie verinnerlicht haben, was Trauer eigentlich ist. Schließlich stellen Sie fest, warum Ihnen die erlebte Trauer sogar in der Zukunft und bei einer neuen Beziehung ein wertvoller Ratgeber sein kann.

Wie auch Sie die Trennung verarbeiten können

Trennungsschmerz verläuft in Phasen. Die Psychologie unterscheidet u.a.:

  • Phase 1: Das nicht wahrhaben wollen
  • Phase 2: Die Gefühle brechen auf
  • Phase 3: Die Neuorientierung beginnt

Die ersten zwei Phasen sind hart. Stellen Sie sich ihnen. Versuchen Sie nicht, die Trauer abzukürzen, sonst holt sie Sie später wieder ein. Stellen Sie sich vor, Sie wollen in einer bergigen Gegend ein neues Haus bauen. Fangen Sie also nicht mit dem Dach an, sondern gehen Sie in die Tiefe, denn Sie brauchen ein Fundament. Dazu müssen Sie graben, auch in der eigenen Seele. Heben Sie aus, was beiseite muss. Wie das geht?

Zuerst sollten Sie sich darüber klar werden, ob die Beziehung wirklich zu Ende ist. Möchten Sie die Person zurück oder wollen Sie einfach nur, dass der Schmerz aufhört? Lassen Sie sich für diese Überlegung genug Zeit. Gehen Sie ihrem Ex-Partner dazu aus dem Weg und vermeiden Sie die sich wiederholenden schmerzhaften „letzten Gespräche“ und das Flehen um eine „letzte Chance“. Denken Sie an die schwierigen Zeiten zurück und stellen Sie Ihren ehemaligen Partner nicht auf einen Sockel. Solange Sie die Hoffnung nicht aufgeben, werden Sie die erste Phase nicht überwinden. Machen Sie sich das bewusst.

Loslassen, wenn das so einfach wäre

NeuanfangBewundern Sie Personen aus Ihrem Umfeld, die scheinbar nicht ernsthaft unter einer Trennung leiden? Wenn das wirklich so ist, dann haben diese Männer oder Frauen losgelassen. Aber wie geht das? Stellen Sie sich einen Hund vor, der einen Ball hat. Er springt um Sie herum, aber will ihn nicht hergeben. Irgendwann verliert er aber das Interesse und geht weg. Er hat losgelassen. Nun stellen Sie sich vor, der Hund bemerkt vorher, dass ihm jemand den heiss geliebten Ball wegnehmen will und wie er ihn immer verbissener verteidigt. Das sind Sie.

Erinnern Sie sich zurück an die letzten Monate. Hatten Sie vielleicht selbst mal den Gedanken:

„ Ich gehe, ich will nicht mehr“?

Damals waren Sie eigentlich in der Stimmung, loszulassen. Jetzt ist Ihnen Ihr Partner zuvorgekommen und hat Ihnen etwas weggenommen, was sie verbissen zurückhaben wollen. Wenn Ihnen das Beispiel mit dem Hund hilft, stellen Sie sich vor, dass der Ball jetzt oben auf dem Schrank liegt. Sie können sich noch so sehr aufregen, Sie werden ihn nicht erreichen. Wie lange möchten Sie nach oben sehen und das Unerreichbare ansehen? Vielleicht kennen Sie auch das Sprichwort:

„Wer Leben ins Leben bringen will, muss das Festhalten-Wollen aufgeben.“
(Ernst Ferstl)

Treffen Sie Ihre Entscheidung für Ihr Seelenheil. Nehmen Sie Ihr Leben in die Hand, dann schaffen Sie den Sprung in die nächste Phase und gewinnen Ihre Kraft und Lebensfreude zurück. Haben Sie Geduld mit sich. Denken Sie an Ihr Fundament. Vielleicht rutscht noch einmal Erde nach, z. B. in Form von Erinnerungen, gemeinsamen Freunden oder auch, weil Sie sich wegen der Kinder gar nicht vollständig aus dem Weg gehen können. Nehmen Sie die Schaufel in die Hand und schieben Sie die Erde von Ihrer Seele.

Es wird Ihnen schon bald sehr viel leichter fallen. Tun Sie jetzt etwas für sich. Schauen Sie Ihre Fernsehsendungen, lassen Sie den Toilettendeckel hochgeklappt oder lassen Sie Ihre Kleidung dort fallen, wo Sie sie ausgezogen haben. Sie werden nicht im Chaos versinken, wenn Sie sich die Dinge erlauben, die früher für Streit gesorgt haben. Lassen Sie Veränderungen jetzt zu. Gehen Sie zum Friseur, kleiden Sie sich anders, fangen Sie einen neuen Sport an oder gönnen Sie sich einen Wellnesstag. Öffnen Sie sich für neue Gedanken, damit Sie Ihren persönlichen Teufelskreis verlassen können und damit auch Ihren Liebeskummer.

Es geht voran in die zweite Phase

In der zweiten Trennungsphase haben Sie verstanden, dass die Beziehung beendet ist. Es ist gut möglich, dass Ihr Selbstwertgefühl gelitten hat, erst recht, wenn der Expartner oder die Expartnerin bereits in einer neuen Beziehung ist. Sie können Ihre Gefühle nicht ausschalten. Aber Sie können sie ausklingen lassen. Das wird Sie Überwindung kosten, aber es wird Ihnen bald noch sehr viel besser gehen. Sie müssen Ihre Gefühle auch nicht verleugnen. Liebe ist ein sehr starkes und großes Gefühl. Es bringt uns in die Bereitschaft, uns für jemanden aufzugeben. Aber in Ihrer Situation ist die Bereitschaft eine glatte Fehlinvestition.

Es ist normal in der zweiten Trennungsphase, dass die Gefühle Sie in manchen Momenten regelrecht überfallen. In einem Moment ist noch alles in Ordnung und plötzlich zieht es Ihnen den Boden weg. Vermutlich können Sie die Symptome sogar körperlich wahrnehmen. Vielleicht erfasst Sie Wut, tiefe Trauer oder sogar Hass. Verinnerlichen Sie sich, dass sich diese Gefühle gerade gegen Sie selbst richten. Bestrafen Sie sich nicht selbst. Wenn Sie Fehler gemacht haben, dann verzeihen Sie sich diese Fehler. Sie können Sie nicht rückgängig machen, aber Sie können in der nächsten Beziehung Ihre Konsequenzen daraus ziehen. Erlauben Sie sich, aus der Vergangenheit zu lernen, aber schützen Sie sich auch vor Ihren negativen Gefühlen.

Es dauert jetzt nicht mehr lang und dann folgt der Schritt in die dritte Phase. Sie haben Ihren Liebeskummer überwunden und die Trennung verarbeitet. Das bedeutet nicht, dass Sie nie wieder wehmütig an früher zurückdenken. Aber der Trennungsschmerz ist vorbei.

Mit der dritten Phase zurück ins Leben

Willkommen zurück im Leben. Was auch immer geschehen ist, Sie sind jetzt in der Phase, in der Sie verinnerlicht haben, dass Ihre Gefühle sich endlich geändert haben. Sie werden Ihrem Expartner lieber aus dem Weg gehen, denn eigentlich wollen Sie gar nicht mehr erinnert werden. Gratulation, Sie haben losgelassen und sich befreit. Eigentlich sind Sie jetzt bereit für eine neue Beziehung. Lassen Sie es langsam angehen. Setzen Sie sich keinesfalls unter Erfolgsdruck. Seien Sie sicher, es gibt sehr viele Singles da draußen, die sich auch gerade umsehen und die durch ihre Vergangenheit lieber vorsichtig sein möchten. Nutzen Sie die Chance, neue Menschen kennenzulernen, aber verbringen Sie auch Zeit mit sich selbst. Das ist eine gute Zeit, in der Sie viel über sich und Ihre wirklichen Bedürfnisse erfahren können. Vermutlich haben Sie sich auch verändert. Ganz sicher sind Sie aber stärker geworden.

Lernen Sie eine Fremdsprache, gehen Sie ins Fitnessstudio, treffen Sie sich mit neuen Leuten gönnen Sie sich den Luxus, Kontakte abzubrechen, die Ihnen nicht gut tun. Sie wissen jetzt, wie das geht. Sie haben gelernt, dass Sie loslassen können. Wenn Sie eine Person kennenlernen, die Sie interessiert, bleiben Sie achtsam. Gehen Sie sorgsam mit sich um und schützen Sie sich vor übereilten Entscheidungen. Sprechen Sie mit der Person aber ruhig über die Phasen, die Sie erlebt haben. Vielleicht stellen Sie erstaunliche Gemeinsamkeiten fest. Vielleicht erleben Sie aber auch, dass Ihr Gegenüber noch gar nicht so weit ist und sich noch in einer frühen Phase befindet. Wie gut, dass Sie ihre Trennungszeit bewusst erlebt haben. Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie sich mit diesen Erkenntnissen für den falschen Mann oder die falsche Frau entscheiden, ist gering.

Attraktivität: So werden Sie noch attraktiver

attraktiver junger MannGehören Sie auch zu den Menschen, die kritisch mit sich selbst sind und sich beim Blick in den Spiegel fragen:“Bin ich eigentlich attraktiv?“ Herzlichen Glückwunsch, Sie sind in bester Gesellschaft. Und seien Sie sicher, auch die allerschönsten Menschen zweifeln an ihrem Aussehen  und sind selten voll und ganz zufrieden. Es gibt sogar Männer und Frauen, die umwerfend gut aussehen und denen es gar nicht bewusst ist. Achten Sie einfach mal auf offensichtlich glückliche Paare, die Sie unterwegs treffen. Sie sind gross, klein, kräftig, schmal, jung und älter. Was lernen wir daraus? Es spielt eigentlich keine Rolle, ob wir Modelmasse haben oder vielleicht ein paar Pfund zu viel oder ein paar Haare zu wenig. Attraktivität ist sehr viel mehr, als die Silhouette eines Menschen.

Bei Attraktivität geht es darum, wie wir von anderen wahrgenommen werden und das haben wir glücklicherweise in der Hand. Sie zweifeln? Wussten Sie, dass besonders schöne Frauen es meist schwer haben, den richtigen Mann zu finden und umgekehrt sehr gut aussehende Männer oftmals an der Suche nach der richtigen Partnerin verzweifeln? Sie werden zwar bewundert, aber seltener mit ernsten Absichten angesprochen. Vielleicht möchten Sie jetzt einwerfen, dass es Ihnen gar nicht wichtig ist, ob Ihr Partner oder ihre Partnerin von herausragender Schönheit ist. Aber warum denken Sie dann, dass andere das von Ihnen erwarten? Wer Sie kennenlernen möchte und das nur will, weil er sich mit Ihnen schmücken möchte, kann Sie gar nicht glücklich machen. Verstecken Sie also nicht Ihr Bäuchlein unter einem Korsett und lassen Sie die Haarteile zu Hause. Setzen Sie stattdessen auf das, was Sie zu einem interessanten und liebenswerten Menschen macht, denn das will Ihr zukünftiger Lebenspartner sehen.

Werden Sie zum Sympathieträger!

Sich nicht allein auf die Schönheit zu verlassen bedeutet nicht, dass Sie nachlässig mit ihrem Auftreten sein können. Ein gepflegtes Erscheinungsbild ist dabei besonders wichtig. Kleiden Sie sich also nicht unbedingt so, wie sie es bequem und praktisch finden, sondern kreieren Sie Ihren eigenen Stil, der zu Ihrem Wesen passt, aber ignorieren Sie Modetrends nicht völlig. Vielleicht lassen Sie sich in einem guten Bekleidungsgeschäft beraten oder buchen einen Termin bei einer Stilberatung. Tragen Sie Ihre Frisur schon lange so? Wie wäre es mit einer Veränderung? Gönnen Sie sich einen Tag für Ihr Aussehen. Stylingtipps gibt es beim Friseur übrigens auch. Doch damit ist es nicht getan. Stellen Sie sich vor, Sie sind auf dem Weg zur Arbeit oder zum Einkaufen. Sicher sehen Sie nachdenklich aus, vielleicht auch abweisend.

Wie ist Ihre Körperhaltung? Mit einem großen Spiegel können Sie das leicht überprüfen. Bevor Sie sich betrachten, stellen Sie sich vor, dass Sie unterwegs sind. Nehmen Sie die Körperhaltung ein, die Sie auf der Strasse einnehmen. Jetzt sehen Sie in den Spiegel. Aber verändern Sie Ihre Körperhaltung und Ihren Gesichtsausdruck nicht. Was sie jetzt sehen, ist das Bild, das Sie nach aussen zeigen. So nimmt sie Ihr möglicher neuer Partner oder Ihre zukünftige Partnerin das erste Mal wahr. Vermutlich werden Sie jetzt erschrocken sein. Fast alle Menschen nehmen eine nach vorn gebeugte Haltung ein, wenn Sie abgelenkt sind und auch das Gesicht erscheint wenig freundlich. Sie können das jetzt sofort ändern. Richten Sie sich auf. Stellen Sie sich vor, oben auf Ihrem Kopf ist ein Gummiband befestigt, das Sie nach oben zieht. Mit dieser Vorstellung verhindern Sie, dass Ihre Haltung zu steif wirkt. Trotzdem tragen Sie Ihren Kopf auf den Schultern und nicht etwa davor.

Bringen Sie andere zum Lächeln

attraktive FrauKennen Sie sehr beliebte Schauspieler? Bestimmt! Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie fast immer lächeln. Auch Ihre Körperhaltung ist aufrecht, mit einem gewissen Stolz und die Bewegungen sind weich und fließend. Das ist den Schauspielern nicht angeboren. Sie haben es erlernt. Das können Sie übrigens auch. Und dafür gibt es ein tolles Training. Bitten Sie einfach beim nächsten Familientreffen darum, dass jemand Filmaufnahmen macht. Vielleicht drücken Sie auch einem Familienmitglied oder Freund ein Smartphone in die Hand und bitten dann alle Anwesenden zusammen auf ein Bild, während die Kamera läuft. Schauen Sie sich die Bilder später an. Wie ist Ihre Körperhaltung? Wirken Sie unsicher oder vielleicht zu sicher? Wie reagieren andere Menschen auf Ihre Nähe? Sehen Sie vertrauten Personen direkt in die Augen oder weichen Sie eher aus? Wenn Sie sich selbst sehen, werden Ihnen viele Dinge auffallen, die Sie verändern können, ohne dass Sie deshalb unnatürlich wirken. Sollten Sie eher unsicher sein, bleiben Sie ruhig zurückhaltend, aber verstärken Sie den Eindruck nicht, indem Sie sich krümmen und wegdrehen.

Wenn Sie selbstsicher sind, achten Sie darauf, dass Sie nicht zu forsch auftreten. Konzentrieren Sie sich auf die goldene Mitte. Setzen Sie Ihre Erkenntnisse auch auf der Strasse um. Dazu gehört auch ein freundliches Gesicht. So kommen Sie an der Kasse eines Geschäftes, in der Schlange vor dem Bankschalter oder im Fahrstuhl viel leichter ins Gespräch. Verhalten Sie sich, wie Ihr Gesicht es signalisiert. Seien Sie hilfsbereit. Vor allem Männer sind hier im Vorteil. Halten Sie einer Dame die Tür auf und lassen Sie sie vorgehen. Bedankt Sie sich, reagieren Sie mit einem freundlichen und unaufdringlichen Lächeln und sagen Sie: „gern geschehen“. Das bedeutet natürlich nicht, dass Sie Männern die Türe vor der Nase zuschlagen sollten. Trainieren Sie Ihr neues, freundliches Gesicht, bis es Ihnen in Fleisch und Blut übergegangen ist. Sie werden sich wundern, wie viel freundlicher die Menschen auch zu Ihnen sein werden. Sie werden als attraktiv wahrgenommen! So ganz nebenbei steigern Sie damit Ihr Selbstbewusstsein.

Verstärken Sie Ihre Anziehungskraft

Es gibt unzählige Studien, in denen die Anziehungskraft der Menschen getestet wurde. Ist es das runde Frauengesicht, das Männer anzieht oder sollte das Gesicht vor allem gleichmäßig sein? Wollen Frauen wirklich nur große Männer mit breiten Schultern? Seien Sie beruhigt. Natürlich gibt es Faktoren, die ins menschliche Auge springen. Aber DIE attraktive Frau und DEN attraktiven Mann gibt es nicht. Sie können noch so schön sein, wenn Sie sich rücksichtslos verhalten, bleiben Sie auf Dauer allein oder Sie haben einen unglücklichen Partner an Ihrer Seite. Da Sie Ihr Gesicht kaum verändern können, arbeiten Sie doch einfach an allen anderen Dingen. Wie bereits erwähnt, ist das Ihre Körperhaltung, aber auch die Art, wie Sie sprechen. Kontrollieren Sie Ihre Sprechgeschwindigkeit und die Lautstärke. Auch wenn Sie sich gerne selbst reden hören, lassen Sie den Gesprächspartner zu Wort kommen und gehen Sie auf das ein, was er oder sie sagt. Damit zeigen Sie, dass Sie interessiert sind. So werden auch Sie als Person interessanter.

So gewinnen Sie Herzen

Wenn Sie einen Mann oder eine Frau für ein Treffen gewinnen konnten oder selbst eingeladen wurden, kommt Ihre große Chance. Jetzt können Sie das Erlernte umsetzen. Achten Sie aber unbedingt darauf, dass Sie sich gut dabei fühlen. Spielen Sie keine Rolle, sondern fühlen Sie sich wohl in der eigenen Haut. Versuchen Sie, entspannt zu sein. Sollten Sie vor lauter Angst, etwas falsch zu machen, nervös werden, sprechen Sie es aus. Mit einem charmanten Lächeln kann die Aussage:“Entschuldigen Sie, ich bin etwas nervös“, dem Gesprächspartner einen emotionalen Vorsprung verschaffen. Sie geben ihm oder ihr damit Sicherheit. Die Person weiss nun, dass Sie beeindruckt sind.

Das kann ihr selbst Unsicherheiten nehmen und die Situation deutlich entspannen. Ordnen Sie sich aber nicht zu sehr unter und überlassen ihrem Gegenüber sämtliche Gespräche.  Überlegen Sie sich z.B. vorher unverfängliche Gesprächsthemen.

Meiden Sie Themen, die mit negativen Gefühlen behaftet sind. Sprechen Sie über Ihren Beruf und befragen Sie Ihr Gegenüber auch dazu. Legen Sie sich ruhig auch für weitere Themen (Hobby, Musik, Urlaub) zwei bis drei Sätze zurecht. Reagiert Ihr Gegenüber und fragt nach, erzählen Sie  weiter. Achten Sie aber auf die Körpersprache ihres Gesprächspartners. Wird er oder sie unruhig, wechseln Sie das Thema. Das gilt auch, wenn der Blick des anderen zu schweifen beginnt. Positiv ist, wenn die Person sich nach vorn zu Ihnen neigt. Berührt er oder sie Sie dann noch vielleicht wie zufällig am Arm, können Sie sicher sein, einem Menschen gegenüberzusitzen, der Sie interessant findet und sich in Ihrer Gegenwart wohlfühlt. Versuchen Sie nicht zu sehr, sich zu analysieren. Ist das Eis erst gebrochen, werden Sie sich mit großer Wahrscheinlichkeit automatisch richtig verhalten. Was auch passiert, werden Sie aber niemals arrogant, denn es gibt kein Verhalten, das mehr abschreckt, als wenn sich der Gesprächspartner offensichtlich für den besseren Menschen hält.

Trennung verarbeiten: So klappt es mit dem Neuanfang

TrennungsschmerzEine Trennung ist ein schmerzhafter Prozess, der vor allem zu Beginn von dem Gefühl der Aussichtslosigkeit begleitet wird. Wenn Sie selbst betroffen sind, dann kennen Sie das Auf und Ab, der Gefühle, das die erste Phase der Trennung kennzeichnet.

Wenn Sie selbst der oder die Verlassene sind, können die Gefühle besonders stark sein, denn jemand anders hat Sie vor vollendete Tatsachen gestellt. Doch auch wenn Sie selbst die Entscheidung gefällt haben, erleben Sie ein Gefühlschaos, das erst einmal bewältigt werden muss.

Nachfolgend erhalten Sie eine Reihe von Tipps, die Ihnen helfen werden, Ihren Weg durch die Krise zu gehen. Sie werden viel von dem wiederfinden, was Sie vielleicht schon früher durchlebt haben und einiges, was noch auf Sie zukommt. Aber Sie werden auch sehen, dass Sie sich tatsächlich selbst aus Ihrer Trauer befreien können, wenn Sie verinnerlicht haben, was Trauer eigentlich ist. Schließlich stellen Sie fest, warum Ihnen die erlebte Trauer sogar in der Zukunft und bei einer neuen Beziehung ein wertvoller Ratgeber sein kann.

Wie auch Sie die Trennung verarbeiten können

Trennungsschmerz verläuft in Phasen. Die Psychologie unterscheidet u.a.:

  • Phase 1: Das nicht wahrhaben wollen
  • Phase 2: Die Gefühle brechen auf
  • Phase 3: Die Neuorientierung beginnt

Die ersten zwei Phasen sind hart. Stellen Sie sich ihnen. Versuchen Sie nicht, die Trauer abzukürzen, sonst holt sie Sie später wieder ein. Stellen Sie sich vor, Sie wollen in einer bergigen Gegend ein neues Haus bauen. Fangen Sie also nicht mit dem Dach an, sondern gehen Sie in die Tiefe, denn Sie brauchen ein Fundament. Dazu müssen Sie graben, auch in der eigenen Seele. Heben Sie aus, was beiseite muss. Wie das geht?

Zuerst sollten Sie sich darüber klar werden, ob die Beziehung wirklich zu Ende ist. Möchten Sie die Person zurück oder wollen Sie einfach nur, dass der Schmerz aufhört? Lassen Sie sich für diese Überlegung genug Zeit. Gehen Sie ihrem Ex-Partner dazu aus dem Weg und vermeiden Sie die sich wiederholenden schmerzhaften „letzten Gespräche“ und das Flehen um eine „letzte Chance“. Denken Sie an die schwierigen Zeiten zurück und stellen Sie Ihren ehemaligen Partner nicht auf einen Sockel. Solange Sie die Hoffnung nicht aufgeben, werden Sie die erste Phase nicht überwinden. Machen Sie sich das bewusst.

Loslassen, wenn das so einfach wäre

NeuanfangBewundern Sie Personen aus Ihrem Umfeld, die scheinbar nicht ernsthaft unter einer Trennung leiden? Wenn das wirklich so ist, dann haben diese Männer oder Frauen losgelassen. Aber wie geht das? Stellen Sie sich einen Hund vor, der einen Ball hat. Er springt um Sie herum, aber will ihn nicht hergeben. Irgendwann verliert er aber das Interesse und geht weg. Er hat losgelassen. Nun stellen Sie sich vor, der Hund bemerkt vorher, dass ihm jemand den heiss geliebten Ball wegnehmen will und wie er ihn immer verbissener verteidigt. Das sind Sie.

Erinnern Sie sich zurück an die letzten Monate. Hatten Sie vielleicht selbst mal den Gedanken: „ Ich gehe, ich will nicht mehr“?

Damals waren Sie eigentlich in der Stimmung, loszulassen. Jetzt ist Ihnen Ihr Partner zuvorgekommen und hat Ihnen etwas weggenommen, was sie verbissen zurückhaben wollen. Wenn Ihnen das Beispiel mit dem Hund hilft, stellen Sie sich vor, dass der Ball jetzt oben auf dem Schrank liegt. Sie können sich noch so sehr aufregen, Sie werden ihn nicht erreichen. Wie lange möchten Sie nach oben sehen und das Unerreichbare ansehen? Vielleicht kennen Sie auch das Sprichwort:

„Wer Leben ins Leben bringen will, muss das Festhalten-Wollen aufgeben.“
(Ernst Ferstl)

Treffen Sie Ihre Entscheidung für Ihr Seelenheil. Nehmen Sie Ihr Leben in die Hand, dann schaffen Sie den Sprung in die nächste Phase und gewinnen Ihre Kraft und Lebensfreude zurück. Haben Sie Geduld mit sich. Denken Sie an Ihr Fundament. Vielleicht rutscht noch einmal Erde nach, z. B. in Form von Erinnerungen, gemeinsamen Freunden oder auch, weil Sie sich wegen der Kinder gar nicht vollständig aus dem Weg gehen können. Nehmen Sie die Schaufel in die Hand und schieben Sie die Erde von Ihrer Seele.

Es wird Ihnen schon bald sehr viel leichter fallen. Tun Sie jetzt etwas für sich. Schauen Sie Ihre Fernsehsendungen, lassen Sie den Toilettendeckel hochgeklappt oder lassen Sie Ihre Kleidung dort fallen, wo Sie sie ausgezogen haben. Sie werden nicht im Chaos versinken, wenn Sie sich die Dinge erlauben, die früher für Streit gesorgt haben. Lassen Sie Veränderungen jetzt zu. Gehen Sie zum Friseur, kleiden Sie sich anders, fangen Sie einen neuen Sport an oder gönnen Sie sich einen Wellnesstag. Öffnen Sie sich für neue Gedanken, damit Sie Ihren persönlichen Teufelskreis verlassen können und damit auch Ihren Liebeskummer.

Es geht voran in die zweite Phase

In der zweiten Trennungsphase haben Sie verstanden, dass die Beziehung beendet ist. Es ist gut möglich, dass Ihr Selbstwertgefühl gelitten hat, erst recht, wenn der Expartner oder die Expartnerin bereits in einer neuen Beziehung ist. Sie können Ihre Gefühle nicht ausschalten. Aber Sie können sie ausklingen lassen. Das wird Sie Überwindung kosten, aber es wird Ihnen bald noch sehr viel besser gehen. Sie müssen Ihre Gefühle auch nicht verleugnen. Liebe ist ein sehr starkes und großes Gefühl. Es bringt uns in die Bereitschaft, uns für jemanden aufzugeben. Aber in Ihrer Situation ist die Bereitschaft eine glatte Fehlinvestition.

Es ist normal in der zweiten Trennungsphase, dass die Gefühle Sie in manchen Momenten regelrecht überfallen. In einem Moment ist noch alles in Ordnung und plötzlich zieht es Ihnen den Boden weg. Vermutlich können Sie die Symptome sogar körperlich wahrnehmen. Vielleicht erfasst Sie Wut, tiefe Trauer oder sogar Hass. Verinnerlichen Sie sich, dass sich diese Gefühle gerade gegen Sie selbst richten. Bestrafen Sie sich nicht selbst. Wenn Sie Fehler gemacht haben, dann verzeihen Sie sich diese Fehler. Sie können Sie nicht rückgängig machen, aber Sie können in der nächsten Beziehung Ihre Konsequenzen daraus ziehen. Erlauben Sie sich, aus der Vergangenheit zu lernen, aber schützen Sie sich auch vor Ihren negativen Gefühlen.

Es dauert jetzt nicht mehr lang und dann folgt der Schritt in die dritte Phase. Sie haben Ihren Liebeskummer überwunden und die Trennung verarbeitet. Das bedeutet nicht, dass Sie nie wieder wehmütig an früher zurückdenken. Aber der Trennungsschmerz ist vorbei.

Mit der dritten Phase zurück ins Leben

Willkommen zurück im Leben. Was auch immer geschehen ist, Sie sind jetzt in der Phase, in der Sie verinnerlicht haben, dass Ihre Gefühle sich endlich geändert haben. Sie werden Ihrem Expartner lieber aus dem Weg gehen, denn eigentlich wollen Sie gar nicht mehr erinnert werden. Gratulation, Sie haben losgelassen und sich befreit. Eigentlich sind Sie jetzt bereit für eine neue Beziehung. Lassen Sie es langsam angehen. Setzen Sie sich keinesfalls unter Erfolgsdruck. Seien Sie sicher, es gibt sehr viele Singles da draußen, die sich auch gerade umsehen und die durch ihre Vergangenheit lieber vorsichtig sein möchten. Nutzen Sie die Chance, neue Menschen kennenzulernen, aber verbringen Sie auch Zeit mit sich selbst. Das ist eine gute Zeit, in der Sie viel über sich und Ihre wirklichen Bedürfnisse erfahren können. Vermutlich haben Sie sich auch verändert. Ganz sicher sind Sie aber stärker geworden.

Lernen Sie eine Fremdsprache, gehen Sie ins Fitnessstudio, treffen Sie sich mit neuen Leuten gönnen Sie sich den Luxus, Kontakte abzubrechen, die Ihnen nicht gut tun. Sie wissen jetzt, wie das geht. Sie haben gelernt, dass Sie loslassen können. Wenn Sie eine Person kennenlernen, die Sie interessiert, bleiben Sie achtsam. Gehen Sie sorgsam mit sich um und schützen Sie sich vor übereilten Entscheidungen. Sprechen Sie mit der Person aber ruhig über die Phasen, die Sie erlebt haben. Vielleicht stellen Sie erstaunliche Gemeinsamkeiten fest. Vielleicht erleben Sie aber auch, dass Ihr Gegenüber noch gar nicht so weit ist und sich noch in einer frühen Phase befindet. Wie gut, dass Sie ihre Trennungszeit bewusst erlebt haben. Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie sich mit diesen Erkenntnissen für den falschen Mann oder die falsche Frau entscheiden, ist gering.