Archiv für den Monat: Mai 2015

Kosenamen für Männer

Wenn Sie einen Mann in Ihr Herz geschlossen haben, dann ist es nur natürlich, dass Sie ihm einen Kosenamen geben. Die wenigsten Menschen in einer Beziehung sprechen den Mann oder die Frau an ihrer Seite ausschliesslich mit dem Vornamen an. Das gilt übrigens auch für nahe Verwandte. Vor allem die eigenen Kinder werden bevorzugt mit Kosenamen bedacht, zunächst, wenn Sie noch klein sind und wenn sie Pech haben, auch bis in die Pubertät hinein.

Kosenamen sind nämlich keine Spitznamen, sie sind Verniedlichungen und können daher auch peinlich sein. Kosenamen entstehen übrigens meist spontan, in einer besonders vertrauten Umgebung oder als Reaktion auf ein ungewöhnliches Ereignis. Tragen Sie es also mit Fassung, wenn Ihr Partner oder Ihre Partnerin Sie mit einem ungewöhnlichen Kosenamen beschenkt. Nachfolgend stellen wir Ihnen die bekanntesten und beliebtesten Kosenamen für Männer vor.

Hier sind die beliebtesten Kosenamen für Männer

Laut einer Statistik ist der mit Abstand beliebteste Kosename für Männer „Schatz“. Das ergab eine Umfrage im Jahr 2013. Insgesamt rufen 21,9% der Frauen ihren Mann mit diesem Kosenamen. Statistik: Häufigste Kosenamen für Männer in Deutschland im Jahr 2013 | Statista
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Weit abgeschlagen auf dem 2. Platz ist der „Hase“ mit nur 9,9%. Dicht dahinter, mit immerhin 7,1 % folgt der Bär. Über Platz 4 freuen sich 2,5% der Männer, die mit „Schnucki“ bedacht werden.

Es ist also Zeit sich zu fragen, wie es zu diesen Namen kommt und warum Kosenamen oft so gar nichts heldenhaftes an sich haben.

Warum wir uns für welche Kosenamen entscheiden

Der „Schatz“ findet seine Anlehnung in der Märchenwelt. Schatz nennen wir jemanden, der für uns persönlich ein echter Schatz ist. Auch die Tiernamen sind positiv gemeint, denn hier verbinden wir die Eigenschaften, die wir grundsätzlich mit dem Tier assoziieren mit dem Partner. Dabei ist zoologisches Hintergrundwissen eher hinderlich. Für die meisten Menschen ist daher ein „Bär“ ein gemütliches, aber vor allem sehr kraftvolles Tier, das gross und eindrucksvoll daherkommt und sich nicht so leicht beeindrucken lässt. Bei „Hase“ liegt die Einschätzung allerdings etwas anders, denn hier müssen wir berücksichtigen, dass die Hasenohren längst in die erotische Darstellung Einzug genommen haben. Das Playboybunny ist dafür sicher das bekannteste Beispiel.

Wünsche und Kosenamen

Kosenamen sind hervorragend dafür geeignet, unserem Partner zu vermitteln, wie wir ihn sehen oder sehen möchten. Auf Platz 4 der beliebtesten Kosenamen für Männer befindet sich „Maus“. Zwar nennen nur 1,4% aller Frauen ihre Männer so, aber dennoch ist dieser Kosename durchaus ein Zeichen dafür, dass diese Frau genau weiss was sie will und es eher nicht schätzt, wenn der Mann das Kommando übernimmt. Ganz anders kann sich das auf Platz 9 und 10 darstellen. Platz 9 besetzt der „Engel“ mit 1%. Platz 10 mit 0,9 % „Süsser“. Beides sind Kosenamen, die einen schmeichelnden und auch schlichtenden Charakter haben.

Eine Frau, die ihren Mann „Süsser“ oder „Engel“ nennt, könnte damit einerseits zum Ausdruck bringen, dass er besonders schön ist, aber auch, dass er sich bitte auch so zu verhalten hat, ein süsser Engel sozusagen. Das trifft übrigens auf beide Geschlechter zu. Bei der Wahl der Kosenmanen entscheiden sich auch Männer häufig unbewusst für Namen, die sie mit den gewünschten Charaktereigenschaften verbinden. Achtung! Das ist kein böser Wille und kann völlig unbeabsichtigt sein. Es ist sogar möglich, dass die Person den Kosenamen einfach nur schön findet.

Sind das wirklich alle Kosenamen?

Nein, es gibt noch sehr viel mehr Namen, die die Zuneigung ausdrücken können. Oftmals werden dabei auch die Namen abgekürzt, und zwar etwas anders, als das im Freundeskreis üblich ist. Im Grunde geht es vor allem darum, den Partner anders anzusprechen. Sie können auch in Momenten entstehen, in denen einer zum anderen sagt: „Du bist vielleicht ein… Muckelbär, Träumerchen oder was auch immer.“ Menschen, die schon sehr lange in Beziehungen sind, erinnern sich häufig daran, dass sich die Kosenamen über die Jahre verändert haben. Das ist nicht ungewöhnlich, dennoch ist es schön, wenn auf Dauer eine liebevoll gemeinte Namensgebung bleibt. Übrigens sind „Mama“ und „Papa“ keine Kosenamen. Diese Bezeichnungen sind Kindern gegenüber ihren Eltern vorbehalten.  Trotzdem kommt es vor, zumeist in Familien, in denen „Mama“ und „Papa“ schon so etwas wie Berufsbezeichnungen sind.

Schlimmstenfalls bezeichnen sich die Eltern auch noch selbst so und sprechen z. B. als Vater gegenüber ihrem Kind in der dritten Person. Die Folge sind konfuse Sätze, wie: „Der Papa kommt heute später nach Hause“. Kinder sind durchaus in der Lage zu erkennen, dass die Kosenamen der Eltern für eben diese bestimmt sind und dass sie selbst ihre Eltern anders ansprechen, schliesslich ist das Verhältnis untereinander auch vollkommen verschieden. Das wird auch hier durch die Kosenamen deutlich. Dieses Auseinanderhalten ist für Kinder wichtig. Sie müssen erkennen, dass der Vater zur Mutter „Schatz“ sagen darf, weil er ihr Mann ist. Für sie selbst bleibt es eben die „Mama“, „Mutti“, „Mami“ oder dergleichen.

Wenn der Kosename nicht zusagt

Wenn Sie als Mann mit einem Kosenamen nicht einverstanden sind, dürfen Sie das zum Ausdruck bringen. Sie können dann durchaus erwarten, dass die Frau an ihrer Seite das auch berücksichtigt. Umgekehrt gilt das für Frauen ebenso. Wenn Sie sich einen Kosenamen für Ihre Frau ausgedacht hat, der ihr nicht gefällt. Verzichten Sie bitte darauf.  Sie verlieren sonst Ihren Respekt. Besonders häufig kann das bei Platz 6 oder 7 der beliebtesten Kosenamen für Männer der Fall sein. Auf Platz 7 findet sich „Spatz“ mit 1,5% und „Baby“ auf Platz 8 mit nur noch 1,4%. „Spatz“ ist ein klassischer Kosename für kleine Kinder. Männer, die das nicht stört, sollten es auch dabei belassen. Das gilt auch für „Baby“, ein Kosewort, das im englischsprachigen Raum wesentlich geläufiger ist und vor allem Ausdruck einer tiefen Liebe. Was noch fehlt, ist Platz 8. Erstaunlich, dass sich ausgerechnet „Liebling“ mit nur 1,2 % fast als Schlusslicht darstellt.

Darf ich selbst einen Kosenamen vorschlagen?

Eigentlich nicht. Ein Kosename ist immer auch ein Kompliment. Sie können darauf bestehen, dass der Kosename nur fällt, wenn Sie beide allein sind und sie dürfen fordern, dass Sie nicht so genannt werden möchten. In den meisten Fällen ist es aber doch so, dass irgendwann ein Kosename fällt, der auch dem Partner zusagt. Bestätigen Sie an dieser Stelle und sagen Sie der Frau dieses Herzens, dass der Name Ihnen gefällt und Sie ihn gerne öfter hören möchten. Kritisch sind aber Kosenamen, die sich durch mehrere Beziehungen hindurchmogeln.

Sie dürfen also durchaus fordern, anders genannt zu werden, als ihr Vorgänger. Umgekehrt können Sie natürlich nicht erwarten, dass Ihre Partnerin Sie so nennt, wie Ihre frühere Partnerin es getan hat. Kosenamen können sich übrigens auch ändern und auch hier sind es häufig bestimmte und vor allem gemeinsam erlebte Ereignisse, die dazu führen, dass plötzlich ein lustiger oder auch besonders geheimnisvoller Kosename im Raum steht. Und schliesslich gibt es auch die Fantasienamen.

Das können zusammengesetzte Silben sein, die für Aussenstehende keinen Sinn ergeben. Solche ausgedachten Namen, die ebenfalls oft spontan in bestimmten Situationen entstehen, sind in der Öffentlichkeit meist unverfänglich, wenn sie keinen albernen Beiklang haben. Zum Schluss noch ein Tipp: Ein Kosename ist einer sehr vertrauten Person vorbehalten. Wenn Sie jemanden kennenlernen und sich verlieben, warten Sie mit dem Kosenamen, bis wirklich eine Beziehung daraus entstanden ist. Andernfalls könnte der Kosename als aufdringlich empfunden werden. Umgekehrt bedeutet das Ende einer Beziehung, dass auch der liebevolle Name nicht mehr fallen sollte. Die Ausnahme ist natürlich, beide wollen das auch weiterhin.

Beziehung retten oder nicht?

BeziehungsproblemeKrisen gehören zu einer Beziehung dazu. Schliesslich können zwei Menschen kaum auf Dauer in allen Punkten einer Meinung sein.

Wenn Paare aber vor dem Altar einander schwören „…in guten und in schlechten Tagen…“ leisten sie ein grosses Versprechen, das zu einer Zeit ausgesprochen wird, in der die Liebe gesund und stark ist.

Dabei handelt es sich um einen Schwur, den es schon sehr lange gibt und der vor allem in der Kirche geleistet wird.

Er enthält die Warnung: Achtung, es werden harte Zeiten kommen. Schliesslich ist die Ehekrise keine Erfindung der heutigen Zeit. Aber eines hat sich geändert. Heute sind Paare freier, wenn sie es nicht mehr miteinander aushalten. Verlassene Ehepartner werden zwar von der Gemeinschaft nicht hochgelobt, aber spätestens, wenn die Scheidungsrate auch in der älteren Generation angekommen ist, wird sich die Grundhaltung weiter entschärfen. Paare ohne Trauschein hingegen gelangen nach aussen so gut wie nie in Rechtfertigungsnot.

Das zeigt, dass die Gesellschaft unverheirateten Paaren mehr Freiheiten zugesteht. Dabei wird auch unterstellt, dass sich die Partner vielleicht doch nicht sicher sind. Sie haben sich offiziell nichts versprochen und sind daher weniger verpflichtet, auch wenn Kinder vorhanden sind. Aber was hat das mit der Frage: Trennung ja oder nein zu tun? Jede Menge, denn die Reaktion der Menschen aus dem Umfeld hat einen erheblichen Anteil daran, ob eine Trennung tatsächlich vollzogen wird. Das gilt ganz besonders, wenn nur einer in der Beziehung sich mit Trennungsgedanken trägt. Umfragen zeigen, dass diese Person sich mindestens genau so viele Gedanken um die Reaktion aller anderen macht, wie darum, wie der Noch-Partner die Nachricht aufnimmt und wie das Leben anschliessend weiter geht.

Trennen wir uns zu leichtfertig?

Viele Paare, die über etliche Jahrzehnte miteinander gelebt haben, geben durchaus zu, dass auch sie Zeiten erlebt haben, in denen sie den anderen kaum ertragen konnten. Trotzdem erklären sie, dass sie gleichzeitig wussten, dass sie niemals gehen würden. Nach den Gründen gefragt, geben sie an, dass sie sich an ihr Versprechen gebunden fühlen. Oft schwingt auch eine gewisse Demut vor dem Leben und Dankbarkeit über die Dinge mit, die man sich gemeinsam erarbeitet hat. Das ist heute oftmals anders. Wir leben in einer schnellen Zeit. Schon Kinder werden zur Eile getrieben. Durch die technischen Fortschritte ist eine Pflicht zum Perfektionismus entstanden, vor der es kaum ein Entrinnen gibt. Dabei büssen wir zunehmend die Fähigkeit ein, uns auch mit weniger zufriedenzugeben.

Es muss das Smartphone sein, wir schreiben unsere Briefe auf dem Tablet und sehen Filme, wann wir es wollen auf dem Flachbildschirm, natürlich in HD und unseren Weg finden wir, weil das Navi uns leitet. Und wenn das jetzt noch nicht bei allen so ist, dann erleben wir es wenigstens im Umfeld und gelangen früher oder später in den gleichen Sog. Die neue Freiheit macht uns aber auch starrer. Wir werden unflexibler und damit auch egoistischer. Das wiederum macht uns unabhängiger von anderen. Frauen ergreifen heute selbstverständlich einen Beruf, der es ihnen auch ermöglicht, ihren Unterhalt zu bestreiten. Auch die Zahl der Kinder wird den finanziellen Möglichkeiten angepasst und die ältere Generation zieht im Alter in eine Einrichtung, die die Versorgung regelt.

Wir sind kaum noch abhängig voneinander. Das Wissen darum macht uns freier. Das sind Gründe, warum wir heute eher bereit sind, einen Schlussstrich zu ziehen. Das bedeutet aber nicht, dass wir leichtfertiger mit unseren oder den Gefühlen des Partners umgehen. Die meisten Menschen haben Angst vor Beziehungskrisen und möchten rechtzeitig alles tun, damit das gemeinsame Leben möglichst harmonisch bleibt.

Anzeichen einer Beziehungskrise und Beziehungstipps

Pärchen diskutiertWas als Beziehungskrise empfunden wird, ist von Paar zu Paar verschieden. In manchen Beziehungen geht es temperamentvoll zu. Dass Türen zugeschlagen werden oder mal ein lautes Wort fällt, muss hier keine bedrohlichen Ausmasse annehmen. Die Partner kennen sich und wissen, wie weit sie gehen können, ohne den anderen ernsthaft zu ärgern oder zu verletzen.

In anderen Beziehungen sind die Beteiligten ruhiger. Unter Umständen ist schon ein vergessenes Ritual Auslöser für eine ernste Krise. Genau hier liegt auch die Chance, Beziehungsprobleme rechtzeitig zu erkennen. Rituale sind hervorragend geeignet, die Stimmung untereinander zu prüfen. Wichtig ist, dass Rituale früh entwickelt werden, möglichst schon zu Beginn der Beziehung. Das kann das gemeinsame Gespräch vor dem Schlafengehen sein, die Tasse Kaffee nach der Arbeit oder ein Spaziergang nach dem Abendessen. Solche Rituale sollten möglichst täglich stattfinden, mindestens aber einmal pro Woche. Bei einem solchen möglichst störungsfreien Ritual wird offen gesprochen. Das sind die richtigen Momente, um auszusprechen, dass man sich nicht wohlfühlt, unzufrieden ist, verärgert oder auch zweifelt. Anzeichen dafür sind darüber hinaus:

Reizbarkeit, schlechte Erreichbarkeit des anderen oder vielleicht sind Sie auch die Person, die nicht erreichbar sein will, weil sich die Gefühle geändert haben oder einfach Abstand brauchen, um sich über die eigenen Gefühle klar zu werden.

Trennung vermeiden?

Bevor die Entscheidung für eine Trennung fällt, gibt es eine Phase der Unsicherheit und der Zweifel. Das Auf und Ab in einem Beziehungsleben wird vielleicht immer extremer und irgendwann reicht es einem der Partner. Vielleicht platzt einer in einem Streit heraus, dass die Eheprobleme oder der Ärger in der Beziehung eine zu grosse Belastung sind. Wenn die Wut oder die Verzweiflung gross genug ist, besteht auch die Möglichkeiten, dass mindestens einem von beiden die „Galle überläuft“. Dass in solchen Situationen eine Trennung auch einmal übereilt ausgesprochen werden kann, ist nicht ungewöhnlich. Für den anderen ist das aber ein Schock. Je nach der Intensität der Gefühle bricht für ihn oder sie eine Welt zusammen. Wenn einige Zeit vergangen ist, stellt sich mit Sicherheit die Frage, ob sich der Ex-Partner zurückgewinnen lässt. Vielleicht gibt es auch die Chance auf weitere Gespräche, in denen genau das zu klären ist.

Ist die Wut verraucht, zeigen sich manche Probleme nicht mehr ganz so furchtbar, dafür rückt die Erinnerung an gute Zeiten in den Vordergrund. In einer solchen Phase über eine Paartherapie nachzudenken, kann sinnvoll sein. Wenn beide es wollen, lohnt sich der Versuch auf jeden Fall. Bei einer Paartherapie geht es nicht darum, einen Schuldigen zu finden oder eine Beziehung zu erzwingen. Sie kann auch damit enden, dass der Therapeut dem, der sich trennen will, den Rücken stärkt, weil sich zeigt, dass es keine gemeinsame Zukunft geben kann. Ganz sicher wird sich der Experte aber auf die vermittelnde Funktion konzentrieren. Selbst wenn sich nach wenigen Sitzungen zeigt, dass die Beziehung wirklich am Ende ist, kann sie ein echter Gewinn sein, denn sie hilft dem, der zurückbleibt, die Ereignisse besser zu verarbeiten. Umgekehrt kann eine Paartherapie aber auch helfen, zu erkennen, was die Trennungsgründe waren und dass die Gefühle noch stark genug sind, um die Beziehung nicht aufzugeben. Gemeinsam lassen sich so Lösungen erarbeiten. Der Therapeut begleitet das Paar so lange, wie es von beiden gewünscht wird.

Wann muss ein Schlusstrich gezogen werden

BeziehungsstreitNiemand muss sich alles vom Partner oder der Partnerin bieten lassen. Zum Eigenschutz kann es daher wichtig sein, einen Schlussstrich zu ziehen und dann möglichst den Kontakt strikt abzubrechen. Das ist dann der Fall, wenn es zu Gewalt in der Beziehung kommt.

Dabei ist es unerheblich, ob der Mann die Frau oder die Frau den Mann schlägt. Ebenso ist Gewalt gegen die Kinder inakzeptabel und Grund genug, sofort eine Trennung durchzusetzen. Die Gewalttätigkeit entwickelt sich selten von heute auf morgen. Sie kann mit respektlosem Umgang, Anbrüllen oder Beleidigen ihren Anfang nehmen.

Auch hier ist es sinnvoll, mindestens eine Trennung anzukündigen und damit unmissverständlich Grenzen aufzuzeigen. Das gilt auch, wenn beide Partner immer aggressiver miteinander umgehen, sodass kaum noch erkennbar ist, wer wen provoziert. Ein Beziehungsende ist auch anzuraten, wenn einer von beiden sich in Straftaten verwickeln lässt. Weitere gefährliche Verhaltensweisen sind Drogen- oder Alkoholmissbrauch bei gleichzeitiger Weigerung, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Solche Entwicklungen bereinigen sich kaum von allein wieder.

Und schliesslich ist es Zeit für eine Trennung, wenn sich einer von beiden in einen anderen Mann oder eine andere Frau verliebt hat oder vielleicht sogar parallel eine weitere Beziehung führt. Aber auch das Verspielen des gemeinsamen Hab und Guts, der Verkauf von Dingen, die dem Partner gehören, das Missachten der Privatsphäre oder der Versuch, den anderen zu unterdrücken, können Gründe sein, eine Trennung möglichst bald durchzusetzen. Wenn es nicht mehr möglich ist, mit dem anderen zu reden, ist es ausserdem sinnvoll, die Trennung vorzubereiten, z. B. zum Selbstschutz. Ein schwieriges Thema sind Krankheiten. In einer normalen Beziehung ist es selbstverständlich, dass die Partner sich umeinander kümmern und sich nicht im Stich lassen. Allerdings können Erkrankungen mit Veränderungen der Persönlichkeit einhergehen. Das kann auf Dauer dazu führen, dass ein Zusammenleben unzumutbar wird.