Archiv für den Monat: November 2015

Trennungsphasen: Die verschiedenen Phasen der Trennung

trennungsphasenIst das Beziehungsende da, bedeutet das noch lange nicht, dass beide nun ihrer Wege gehen und ein neues Leben beginnen. Die Phase zwischen der Erkenntnis, dass es vorbei ist und der Erkenntnis, dass der andere wirklich keine Rolle mehr spielt, ist die Trennungsphase.

Diese Phase ist sehr schmerzhaft und sie kann sehr lange dauern. Je mehr Sie aber darüber wissen, desto eher werden Sie verinnerlichen, dass es wirklich nur eine Phase ist. Wenn Sie sich dem Schmerz stellen, wird er vergehen. Sie gehen stabiler aus der Erfahrung hervor und sind frei für eine neue Beziehung, wenn Sie das möchten.

Männer und Frauen trennen sich verschieden

Wer einen Menschen gehen lassen muss, trauert. Im Gegensatz zu einem Sterbefall bleibt bei der Trennung oftmals die lange Zeit einer Resthoffnung. Solange diese Hoffnung besteht, verharren Sie und werden es nicht in die nächste Phase der Abnabelung schaffen. Es kommt zu einer Verleugnung der tatsächlichen Situation. Machen Sie sich bewusst, dass eine Trennung aus verschiedenen Phasen besteht.

Die erste Phase beginnt schon vor der Trennung. Erinnern Sie sich zurück. Hatten Sie ein ungutes Gefühl? Das ist die erste Phase, die der Vorahnung. Wenn Sie zurückdenken und der Meinung sind, dass doch eigentlich alles gut war, prüfen Sie sich kritisch. Haben Sie sich vielleicht etwas vorgemacht? Übrigens sind es eher Männer, die dazu neigen, schwierige Phasen in der Beziehung hinzunehmen. Das bedeutet nicht, dass sie dadurch verstärkt zu Lösungen bereit sind. Sie halten sie oftmals einfach aus, bis hin zum Ignorieren. Frauen sind tendenziell an diesem Punkt weniger tolerant.

TrennungWenn eine Frau also sagt, dass sie so nicht leben kann, dann ist das keine Laune, sie meint es ernst. Auch wenn sie das Thema wochenlang nicht mehr anspricht, ist die Krise nicht überwunden. Wenn sich nichts an der eigentlichen Situation geändert hat, ist es gut möglich, dass sie sich ablöst. Frauen brauchen statistisch gesehen länger, bis sie sich zu einer Trennung entschliessen.

Als Frau sollten Sie berücksichtigen, dass Männer sich anders trennen. Sie treffen eine Entscheidung und neigen weniger dazu, über die Trennung zu grübeln. Wenn ein Mann sagt, dass er sich trennen will, dann ist das keine Warnung, sondern der Entschluss. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel. Statistisch gesehen leiden Männer auch weniger unter der Trennung. Sie überwinden den Liebeskummer leichter. Dafür gibt es eine wissenschaftliche Erklärung und tatsächlich sind es hier die Rollenbilder, die ihnen helfen.

Auch heute noch werden Mädchen und Frauen mehr Emotionen zugestanden als Burschen und Männern. Dass ein Mann sich nach einer Trennung weinend bei einem Kumpel verkriecht, ist so gut wie undenkbar. Stattdessen geht’s auf ein Bier mit dem besten Kumpel in die Bar oder zum DVD-Abend. Er bekommt so gar nicht die Gelegenheit, sich in seiner Trauer zu verlieren und durchläuft die Trennungsphasen schneller. Mädchen und Frauen wird das „heulende Elend“ nicht nur zugestanden, es wird sogar erwartet. Auch die Begleitung von Freundinnen ist hochemotional. Traurige Filme, Eis und Schokolade sind Standardprogramm. Das entspricht zwar der emotionalen Lage, verzögert aber die Überwindung. Natürlich ist es in Ordnung, in Tränen auszubrechen und sich trösten zu lassen. Aber dann muss die Überwindung einsetzen. Schlimmstenfalls droht eine handfeste Depression.

  • Die Phase der Erstarrung: Ist die Partnerschaft beendet, beginnt die Phase der Erstarrung. Sie kann unterschiedlich lang anhalten. Trennungsschmerz kann auch entstehen, wenn die Beziehung noch gar nicht existiert hat. Das ist dann der Fall, wenn sich erste Gefühle entwickelt haben und dann die Erkenntnis kommt, dass diese Gefühle einseitig sind. Hilflosigkeit, Trauer und Ratlosigkeit kennzeichnen diese Phase. Es fällt schwer, einen klaren Gedanken zu fassen. Sie erkennen diese Phase daran, dass Sie nicht begreifen können, was gerade passiert. Über den Tag verteilt kommen Sie immer wieder in Situationen, in denen Sie Ihr Verhalten anpassen müssen, weil der Partner nicht mehr da ist.
  • Die aktive Phase: Nach der Erstarrungsphase folgt die aktive Phase. Sie sind noch sehr weit davon entfernt, die Entscheidung des Partners zu akzeptieren. Stattdessen grübeln Sie, wie Sie ihn vielleicht zurückgewinnen können. Sie suchen Kompromisse, geben Versprechungen ab, die bis zur Selbstaufgabe führen können. Ein fairer Ex-Partner wird deutliche Worte finden. Gefährlich wird es für Sie, wenn der andere Sie hinhält, weil er oder sie Zeit braucht. Solange diese Zeit anhält, wird es für Sie fast unmöglich, den Liebeskummer zu überwinden. Stattdessen drohen Wut und Depression, aber auch Hoffnungslosigkeit und die Verleugnung der Tatsache, dass die Trennung unausweichlich sein kann.
  • Die Wutphase: Die Wutphase ist eine gefährliche Phase. Alle Emotionen richten sich jetzt nach aussen. Sie haben begriffen, dass der Partner nicht mehr mit Ihnen zusammen sein will. Die Wutphase ist wichtig. Ihre Kraft kehrt zurück, sie muss nur noch in die richtigen Bahnen gelenkt werden. Unternehmen Sie viel, fangen Sie ein neues Hobby an, treiben Sie Sport, gehen Sie aus und treffen Sie interessante Menschen. Behalten Sie im Hinterkopf, dass diese Phase die Gefahr beinhaltet, dass Sie Rachegedanken entwickeln. Das sollten Sie nicht zulassen, denn damit vergiften Sie im Ergebnis sich selbst und werden sich anschliessend noch schlechter fühlen. Achten Sie auf sich!
  • Akzeptanz: In der letzten Phase haben Sie begriffen, dass es vorbei ist. Der starke Schmerz hat nachgelassen, stattdessen fühlen Sie eine furchtbare Leere bis hin zur Aussichtslosigkeit. Wenn Sie jetzt glauben, dass Sie mit einem sexuellen Abenteuer die Phase schneller überwinden, irren Sie sich. Sie werden nur kurz abgelenkt sein. Danach kehrt die Leere zurück und Sie fühlen sich möglicherweise sogar schuldig. Schliessen Sie erst mit der alten Beziehung vollständig ab, denn jetzt beginnt der Lernprozess. Sie sind nicht mehr voller Wut. Deshalb ist Ihr Kopf freier. Schützen Sie sich aber vor Selbstvorwürfen. Versuchen Sie stattdessen Schritt für Schritt, die Ereignisse aufzuarbeiten. Kehren Sie zu sich zurück, stellen Sie sich in den Mittelpunkt und gehen Sie fürsorglich mit sich um. Vermeiden Sie Bitterkeit über den Gedanken an zerplatzte Träume. Es werden sich neue Türen öffnen und um diese wahrzunehmen, brauchen Sie einen kühlen Kopf.

Fazit – stellen Sie sich dem Problem

In welcher Phase auch immer Sie sich gerade befinden, jede einzelne ist mit negativen Gefühlen behaftet. Glück gibt es in dieser Zeit nicht. Das macht es so schwer, den Liebeskummer und die Trennung zu überwinden. Auch deshalb sollten Sie sich bemühen, die verschiedenen Phasen so schnell wie möglich hinter sich zu bringen. Erst dann ist die Neuorientierung möglich und es wird Ihnen von Tag zu Tag besser gehen. Machen Sie sich bewusst, was schiefgelaufen ist, damit Ihnen die möglicherweise gemachten Fehler nicht noch einmal widerfahren.

Körpersprache Mann: Lernen Sie seine Gesten deuten

Gestik von Männern„Ist er interessiert oder nicht“? Als Frau schätzen Sie es sicher, wenn der Mann den ersten Schritt macht. Aber Sie wissen auch, dass nicht jeder Mann sein Interesse geradeheraus ausspricht, und vermutlich wollen Sie das auch gar nicht.

Es stellt sich für Sie also die Frage, was er denkt und fühlt. Sich darüber Gedanken zu machen, lohnt sich natürlich nur, wenn, der Mann interessiert ist und das ist manchmal gar nicht so leicht festzustellen.

Dafür gibt es viele Gründe. Es kann sein, dass er Sie noch gar nicht richtig bemerkt hat. Vielleicht denkt er auch, dass Sie gebunden sind oder er traut sich einfach nicht.

Wenn Sie den Mann schon länger kennen und Sie einen vertrauten Umgang pflegen, kann das Lesen seiner Körpersprache Sie zusätzlich vor eine Herausforderung stellen, denn hier müssen Sie auch noch unterscheiden, ob er Sie nur als Bekannte schätzt oder ob er mehr will.

Eine neue Eroberung?

Angenommen, Sie haben einen Mann kennengelernt, Sie beide sind Single und Sie fragen sich selbst nun, ob er an Ihnen interessiert ist. Verlassen Sie sich auf Ihr Bauchgefühl und schalten Sie vorübergehend den Gedanken an Ihr Interesse an ihm aus. So reduzieren Sie die Gefahr, dass Sie seine Anzeichen fehlinterpretieren.

Etwas komplizierter wird das bei einem Mann, der schüchtern ist. Seine Schüchternheit kann ihn dazu bringen, dass er die Anzeichen für sein Interesse an Ihnen unbewusst unterdrückt. Hier gibt es einen Trick. Bringen Sie ihn mit entwaffnender Herzlichkeit aus dem Konzept. Berühren Sie ihn am Arm und schauen Sie ihm in die Augen. Wenn er Ihrem Blick ausweicht, achten Sie darauf, wie er das tut. Dreht er den gesamten Körper weg und versucht er, Distanz herzustellen, ist er vermutlich nicht interessiert. Wendet er aber nur den Blick und vielleicht auch den Kopf ab und kehrt er anschliessend gleich in die Position zurück, kann das ein Anzeichen von grossem Interesse sein. Nehmen Sie trotzdem etwas Druck aus der Situation und achten Sie auf seine Bewegung. Wendet er sich Ihnen zu und nähert er sich? Dann haben Sie gewonnen. Er ist interessiert.

Der gute Bekannte – ist er interessiert?

Mann sitzt auf Stuhl Eine echte Herausforderung kann es sein, einen Mann, den Sie schon länger kennen, wissen zu lassen, dass Sie mehr von ihm wollen. Nun müssen Sie sensibel auf seine Körpersprache achten, denn so erkennen Sie, ob 1. Ihre Signale angekommen sind und 2. ob er Ihr Interesse erwidert. Lassen Sie ihm etwas Zeit. Er hat Sie als gute Bekannte oder Freundin vor seinem geistigen Auge. Männer können mit so einer Situation sehr gut umgehen und einen solchen Zustand akzeptieren. Sie kommen oftmals auch gar nicht auf die Idee, daran etwas zu ändern, weil sie befürchten, die Freundschaft aufs Spiel zu setzen. Den Impuls müssen Sie liefern.

Achten Sie darauf, ob sich seine Körpersprache ändert. Das sicherste Signal für ernstes Interesse ist ein wortloser Blick, der länger als drei Sekunden anhält. Aber auch kleinere Anzeichen sind möglich. Wie sitzt er in ihrer Gegenwart. Wendet er sich Ihnen zu? Machen Sie einen Test. Verändern Sie Ihre Körperhaltung. Bestenfalls nimmt er dieselbe Körperhaltung ein. Dieser Mann ist interessiert. Es kann aber sein, dass er es noch gar nicht selbst weiss. Das ist übrigens bei Frauen nicht anders. Wenn die Chemie stimmt, sind die Weichen gestellt. Ob wir die Chance ergreifen können oder wollen, ist etwas anderes. Ahmen Sie doch mal die Körperhaltung des Mannes nach, für den Sie sich interessieren. Übertreiben Sie es aber nicht, bleiben Sie weiblich. Wenn er die Beine übereinanderschlägt, tun Sie es auch. Löst er seine Körperhaltung sofort auf, ist er nicht interessiert. Auch hier kann es sich um ein unbewusstes Signal handeln. Die Natur hat sich etwas dabei gedacht, den Menschen Möglichkeiten der nonverbalen Kommunikation zu geben, auch wenn es um die Partnersuche geht.

Wenn Sie einander schon länger kennen und Sie ihn immer nur als guten Freund, Bekannten oder netten Kollegen eingeschätzt haben, kann es natürlich auch sein, dass Sie plötzlich den Eindruck haben, dass er mehr von Ihnen will. Überlegen Sie, wie Sie darauf gekommen sind. Ein sicheres Anzeichen ist, wenn er anfängt, Sie zu mustern. Vielleicht realisiert er gar nicht, dass Sie es sehen können, wenn sein Blick von oben nach unten über Ihren Körper wandert. Auch hier gilt: Es kann sein, dass das unbeabsichtigt passiert. Vielleicht haben Sie gerade Ihre Jacke ausgezogen oder Sie sind aufgestanden. Wenn er Sie toll findet und Ihre Silhouette sieht, muss er sich bewusst dagegen entscheiden, Sie nicht zu mustern. Es ist ein Kompliment. Wenden Sie sich ihm zu und sagen Sie etwas Nettes. So können Sie ihn bestärken.

Körpersprache Mann: Die Haltung der Hände

nachdenklichDie Hände sind ein wichtiges Werkzeug miteinander zu sprechen, ohne etwas zu sagen. Wenn er Ihre Hand greift und länger hält als nötig und Sie dabei ansieht, ist das ein unmissverständliches Signal, dass dieser Mann an Ihnen interessiert ist. Sie sitzen zusammen an einem Tisch. Wie hält er seine Hände? Sind sie sichtbar? Das ist gut.

Noch besser wird es, wenn Sie seine Handflächen öfter sehen, als die Handrücken. Das gilt natürlich nur, wenn Sie entspannt beieinander sitzen. Selbst wenn er stark an Ihnen interessiert ist, sollten Sie sich in einer anspruchsvollen Besprechung befinden, wird er sich auf seine Aufgabe konzentrieren. Seine Körpersprache richtet sich nun auf seine wichtigsten Verhandlungs- und Gesprächspartner, nicht an Sie. Nehmen Sie diese Erkenntnis auch für weitere Analysen der Körpersprache mit. Sie ist nur dann für Sie wichtig, wenn er sich direkt mit Ihnen befasst.

Körpersprache im Alltag – So funktioniert die nonverbale Kommunikation

Wenn Sie frisch in einer Beziehung sind, ist das Lesen der Körpersprache gar nicht so einfach. Vermutlich sind Sie glücklich verliebt und wollen jedes Missverständnis und jede schlechte Stimmung vermeiden. Es ist kein Gerücht, dass Frauen in der Beziehung mehr reden. Nur selten ist es anders herum. Es ist aber auch kein Gerücht, dass sie besonders akribisch auf Signale des Mannes achten. Vor allem, wenn er ihnen wirklich wichtig ist.

Auch hier spielt die Körpersprache eine grosse Rolle. Sie wird sogar umso wichtiger, je länger Sie in der Beziehung sind. Kennen Sie den Grund? In der Anfangszeit ist es uns wichtig, den Partner wissen zu lassen, dass wir an ihm oder an ihr interessiert sind. Später setzen wir einfach voraus, dass das bekannt ist. Das ist nur natürlich, schliesslich will niemand jeden Tag kämpfen. Es folgen sicher auch Phasen, in denen das Zusammenleben nicht ganz so einverständlich ist, wie wir uns das wünschen. Dann kommen aus der Verunsicherung heraus Fragen, ob etwas nicht stimmt oder ob sich die Gefühle verändert haben. Dann wollen wir beruhigende Worte hören und meist bekommen wir diese dann auch. Was aber viel aussagekräftiger ist, ist die Körpersprache.

Ein Mann kann noch so beruhigend antworten. Dreht er den Oberkörper zur Seite, wechselt er wiederholt die Körperhaltung, weicht sein Blick aus oder zieht er die Schultern hoch, sind das Anzeichen dafür, dass seine Gedanken nicht mit seinen Aussagen übereinstimmen. Das bedeutet nicht, dass er sich bereits aus der Beziehung verabschieden muss. Es ist gut möglich, dass ihn etwas beschäftigt, was absolut nichts mit der Beziehung zu tun hat. Ganz offensichtlich will er zu diesem Zeitpunkt aber nicht darüber reden. Dennoch lohnt sich der Versuch, sanft ein zweites Mal nachzufragen. Reagiert er weiterhin beschwichtigend oder wird sogar wütend, ist es besser, einen passenden Zeitpunkt abzuwarten.

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On-Off Beziehung

On-Off BeziehungOn-Off Beziehungen sind keine Seltenheit. Dabei handelt es sich um Beziehungen, die immer wieder unterbrochen werden. Für die Betroffenen selbst und auch für ihr Umfeld sind sie eine grosse Belastung. Aber was steckt dahinter? Wie findet man heraus, ob man zusammengehört oder nicht? Und falls es nicht klappt, wie funktioniert eine endgültige Trennung? Diese Fragen sollen in diesem Beitrag beantwortet werden.

Was ist eigentlich eine On-Off Beziehung?

Menschen in einer On-Off Beziehung trennen sich wiederholt und kommen wieder zusammen. Sie erleben ein ständiges Auf und Ab der Gefühle. Ihr Beziehungsleben gleicht einer Berg- und Talfahrt, deren Verlauf für das persönliche Umfeld absolut vorhersehbar ist. Auf jede Versöhnung folgt ein Gefühlshoch, dann schleichen sich die Alltagsprobleme wieder ein, es kommt zur Trennung und nach einer gewissen Zeit erfolgt die erneute Annäherung und das Drama beginnt von vorn. Für Freunde und Verwandte sind diese Entscheidungen unerklärlich. Daher ist es nachvollziehbar, wenn sie sich einmischen und versuchen, den Verlauf mit vernünftigen Argumenten zu durchbrechen. Das gelingt aber nur selten.

Eine On-Off Beziehung kann zerstörerisch werden. Auch wenn es keine Garantie für eine lebenslang anhaltende Beziehung geben kann, so ist die emotionale Achterbahnfahrt enormer psychischer Stress und kann auch grundsätzlich stabile Menschen aus dem seelischen Gleichgewicht bringen. Das Vertrauen wird nachhaltig gestört, denn irgendwann wird den Beteiligten klar, dass es in ihrer Beziehung keine Stabilität gibt und vielleicht auch niemals geben wird. Selbst wenn es beiden gelingt, sich aus der Situation zu lösen, kann es lange dauern, bis sie sich davon erholt haben. Der nächste Partner bekommt die Folgen dann oftmals auch noch zu spüren.

Was sagt die Psychologie zu On-Off Beziehungen

Die Psychologie kennt mehrere Muster der On-Off Beziehungen, denn nicht selten suchen Paare in solchen Problemen therapeutische Hilfe. Sie erhoffen sich einfache Antworten auf ihre Beziehungsprobleme, denn natürlich erkennen sie, dass ihr Verhalten ungesund ist und weit entfernt von einer normalen Partnerschaft. In den Sitzungen gilt es dann zu analysieren, was genau nicht stimmt. Dazu müssen sich beide selbst erkennen, ihre Wünsche und Hoffnungen formulieren und die Kritikpunkte des Partners akzeptieren. Aber auch die Frage nach den wahren Gefühlen steht im Raum. Es kann durchaus sein, dass längst keine Liebe mehr vorhanden ist, sondern mit Gewohnheit verwechselt wird. Da sich On-Off Paare selten ruhig und friedlich trennen, sondern zumeist mit heftigen Auseinandersetzungen, können die damit verbundenen Emotionen ein falsches Bild über die tatsächlichen Gefühle vermitteln.

Die Betroffenen verwechseln das Auf und Ab mit echter Liebe. Das ist aber nur eine mögliche Antwort. Auch Eifersucht, Bindungsangst und die Unfähigkeit loszulassen, spielen eine wichtige Rolle. Bei narzisstischen Persönlichkeiten gibt es die Trennung als Machtmittel. Ist der Partner in einem Abhängigkeitsverhältnis, das auch rein emotionaler Natur sein kann, wird die wiederholte Trennung zum Druckmittel. Dass diese Vorgehensweise für den Zurückgebliebenen höchst belastend ist und zu ernsten psychischen Problemen führen kann, ist leicht vorstellbar. Eine solche Beziehungsform lässt sich nur durchbrechen, wenn es einem von beiden gelingt, sich endgültig zu verabschieden.

Sind On-Off Beziehungen ein Zeichen unserer Zeit?

on off SchalterOftmals ist zu lesen, dass On-Off Beziehung typisch sind für unsere Zeit. Die Scheidungsrate steigt und auch die frühere Aussage, dass Paare ein Leben lang zusammenbleiben, wenn sie erst einmal die Silberhochzeit überwunden haben, trifft nicht mehr zu.

Allerdings waren On-Off Beziehungen früher nicht so einfach möglich. Sie spielten sich vermutlich mehr in den eigenen Räumlichkeiten ab, denn es war gesellschaftlich nicht akzeptiert, sich zu trennen. Sicher war auch das nicht die Ideallösung. Von einem Trend kann dennoch nicht die Rede sein. Das öffentliche Interesse an On-Off Beziehungen von Prominenten kann aber den Eindruck vermitteln.

Von aussen helfen – ist das möglich?

Wenn ein Paar nach einer Trennung wieder zusammenfindet und glücklich ist, sollte das eigentlich ein Grund zur Freude sein. Wiederholt sich das aber, wird die Zustimmung mit jeder Wiederholung weniger. Ab einem gewissen Punkt werden Freunde und Familienmitglieder auch anfangen, sich einzumischen. Allerdings sind die Erfolgsaussichten ausgesprochen gering. Es besteht sogar die Gefahr, dass die Betroffenen nun erst recht zueinanderhalten. Der nächste Absturz wird dann umso schmerzhafter. Wenn es gelingen soll, wenigstens einen von beiden wach zu rütteln, sind sehr viel Vertrauen und auch Verständnis nötig. Das Bedürfnis, über die Ereignisse zu sprechen, muss ausserdem vorhanden sein. Es ist darüber hinaus hilfreich, die Person möglichst nicht zu viel allein zu lassen. Je mehr Halt derjenige nach der Trennung nun erfährt, desto grösser ist die Wahrscheinlichkeit, dass er es wirklich schafft, sich abzulösen. Vorwürfe sind nicht angebracht. Dennoch können klare und unmissverständliche Worte helfen.

Ab wann wird eine On-Off Beziehung schädlich?

Wer immer wieder in eine Beziehung zurückkehrt, hat Probleme mit dem Loslassen. Direkt nach der Trennung beginnt die erste schmerzhafte Trennungsphase. In dieser anstrengenden Gefühlslage verliert sich die Erinnerung an die Probleme in der Beziehung. Stattdessen machen sich Einsamkeit, Verzweiflung und tiefe Trauer breit. Anstatt den Liebeskummer zu überwinden, kommt es zu einem Verharren in der Lage, die sich dann aussichtslos anfühlt. Die Beteiligten müssen erkennen, dass „Schluss“ und „Pause“ zwei verschiedene Dinge sind.

Gibt es auch die Rettung für eine On-Off Beziehung?

Ja, es gibt diese Möglichkeit. Beide müssen bereit sein, sich kritisch mit dem eigenen Verhalten zu befassen. Ohne therapeutische Unterstützung wird das nur schwer möglich sein. Bis die Betroffenen Hilfe suchen, sind die Konflikte oft schon so festgefahren, dass es langwierig und kompliziert ist, etwas zu verändern. Wie Menschen mit Beziehungen umgehen, ist zudem eine Verhaltensweise, die schon früh im Kindesalter erlernt wird. Sich zu ändern, kommt quasi einem Umerziehen gleich. Das zeigt, dass das nur funktionieren kann, wenn die Bereitschaft dafür da ist.

Neuer Partner nach einer On-Off Beziehung – gleichen Fehler vermeiden

Auch wenn das Bedürfnis nach einer neuen Partnerschaft verständlich ist, es ist wichtig, mit dem was gewesen ist abzuschliessen. Passiert das nicht, ist die Gefahr, dass neue Fehler gemacht werden, sehr gross. Erst muss der Liebeskummer überwunden und die endgültige Trennung realisiert werden. Nur so gelingt der Weg aus der Abhängigkeit, die beide immer wieder zueinander treibt. Alles andere wäre Trug an der eigenen Seele. Um eine Wiederholung der gemachten Fehler zu vermeiden, ist es ausserdem wichtig, zu erkennen, wo genau die Probleme lagen.

Oftmals will ein Partner zu viel Nähe, die der andere in dieser Form aber nicht erträgt. Es ist daher hilfreich, einen Paartherapeuten hinzuzuziehen. Das empfiehlt sich auch für Einzelpersonen nach einer Trennung. Der Therapeut hilft bei der Aufarbeitung, ist ein geduldiger Zuhörer, wird aber mit seinen gezielten Fragen auch bei der Reflexion helfen. Auch das ist ein Prozess, der schmerzhaft sein kann. Er hilft aber, die Trennungsphase dieses Mal auch endgültig zu überwinden. Im Anschluss steht der neuen Partnersuche nichts mehr im Wege. Die Abhängigkeit ist überwunden.

Entschuldigen in der Beziehung

beim Partner enschuldigenEin falsches Wort, eine falsche Geste, die vergessene Vereinbarung, der Wutausbruch, die übliche Nachlässigkeit oder einfach nur die Nerven; in einem Beziehungsalltag gibt es viel zu bewältigen und sehr viele Konflikte kommen erst dann zur Ruhe, wenn die Entschuldigung ausgesprochen ist.

Aber das ist nicht immer einfach, denn zu einer hilfreichen Entschuldigung in der Beziehung gehören immer zwei Menschen. Einer, der sich entschuldigen muss und der andere, der verletzt wurde und die Entschuldigung hoffentlich annimmt. Verletzte Gefühle wiegen aber schwer. Deshalb ist es wichtig, dass die Entschuldigung zum richtigen Zeitpunkt kommt und sorgfältig formuliert wird.

Was habe ich getan?

Es gibt Menschen, die können mit Kränkungen umgehen und es gibt Menschen, die können das nicht. Diese Fähigkeit ist Sache des Charakters, der sozialen Stabilität, der erlebten Konflikte und vieler weiterer Faktoren. Männer zeigen sich in diesem Punkt oftmals belastbarer als Frauen. Es bedarf also einer gewissen Sensibilität, mit Entschuldigungen richtig umzugehen. Die erste Frage, die sich jeder in einer Beziehung stellen muss ist: Wie möchte ich wahrgenommen werden? Zumeist ist es so, dass in einer Beziehung einer von beiden sensibler ist. Zu viel Sensibilität ist aber schädlich, denn dann kommt es zu oft zu Entschuldigungen. Die Folge sind Entschuldigungen am Fliessband, womöglich noch wegen verschiedener Kleinigkeiten.

„Entschuldigung, ich wollte anrufen“, Entschuldigung, ich wollte pünktlich sein, „Entschuldigung, ich habe das Einkaufen vergessen“. Wer sich hier wiederfindet, muss einen Riegel vorschieben. Vorauseilendes Entgegenkommen ist ebenso schädlich, wie sich gar nicht zu entschuldigen. Aber es gibt auch genügend Situationen, in denen eine Entschuldigung nötig ist. Sie soll dem Partner zeigen, dass man echte Reue empfindet und das Fehlverhalten mit aller Aufrichtigkeit bedauert. Das zeigt aber auch, dass die Entschuldigung ehrlich gemeint sein muss. Wer das nicht ernst meint, begeht gleich den nächsten Fehler.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für eine Entschuldigung?

Leider gibt es darauf keine allgemeine Antwort. Sicher hängt es auch davon ab, wie verletzt der Partner ist. Wer um Vergebung bittet, während die Stimmung aufgeheizt ist, wird vermutlich kein Gehör finden. Zu warten, bis sich die Wogen geglättet haben, kann zu spät sein. Wer es schafft, den Zeitraum dazwischen zu erwischen, hat gute Karten, dass die Entschuldigung ankommt. Je nach „Vergehen“ wird der andere an dieser Stelle die Entschuldigung vermutlich nicht akzeptieren, wenn die Wut zu gross ist. In dieser Phase kann es besser sein, ein schlichtendes und zurückhaltendes Verhalten zu zeigen.

Wichtig ist aber, dass die Botschaft auch ankommt! Zu viel Zeit darf nicht vergehen, denn sonst entsteht der Eindruck, man würde das eigene Fehlverhalten nicht als entschuldigungswürdig einstufen. Das kann den Partner zusätzlich verletzen. Tendenziell kommt die Entschuldigung bei der Frau besser an, wenn sie bald ausgesprochen wird. Beim Mann ist eher die Bereitschaft da, auch etwas zu warten. Umfragen haben zudem ergeben, dass Frauen sich häufiger entschuldigen.

Wann eine Entschuldigung ausbleiben sollte

Streit in der BeziehungEin Streit ist eine grosse Belastung für die Beziehung. Wenn er zudem im Raum bleibt und sich nicht klären lässt, führt das nicht selten dazu, dass einer von beiden einlenkt, nur damit wieder Ruhe einkehrt. Das wird die Person sein, die besonders unter der Situation leidet.

Oft genug werden dabei auch Entschuldigungen geäussert, obwohl der, der die Entschuldigung ausspricht, eigentlich nichts falsch gemacht hat. Das ist z. B. dann der Fall, wenn beide bei der Auseinandersetzung nur ihre unterschiedlichen Standpunkte vertreten haben. Hier ist kein Raum für eine Entschuldigung nur um den Streit zu schlichten. Stattdessen ist es besser, das Gespräch zu suchen und zu klären, wie sich der Streit beilegen lässt. Dazu müssen beide beitragen. Eine Entschuldigung wäre das Signal, dass der andere recht hatte. Der eigentliche Konflikt wird nicht gelöst.

Wie sollte eine Entschuldigung formuliert werden?

Sich richtig zu entschuldigen ist eine Kunst. Wer zerknirscht ist, versucht vielleicht, wenigstens die eine oder andere Erklärung einzufügen. Solche Erklärungen dürfen aber nicht zu Ausflüchten werden. Dabei ist es verständlich, dass der, der sich entschuldigt, das Gesicht wahren will. Die Entschuldigung darf sich auch nicht so anhören, als würde sie nur aus Pflichtgefühl geäussert. Sie sollte daher präzise formuliert sein und im richtigen Tonfall ausgesprochen werden. Das heisst, dass es nicht ausreicht, dem Partner im Vorbeigehen oder nebenbei ein „sorry“ zuzurufen. Eine Entschuldigung sollte trotzdem knapp formuliert sein. Sie bringt erkennbar das Bedauern zum Ausdruck. Mehr ist nicht nötig. Nun hat der Partner oder die Partnerin das Wort. Bestenfalls nimmt er oder sie Entschuldigung an. Es kann auch durchaus sein, dass die Vorwürfe erneut geäussert werden.

An dieser Stelle ist es wichtig, nicht zu widersprechen. Andernfalls wäre das der Beweis dafür, dass die Entschuldigung nicht ernst gemeint war. Trotzdem ist es gut, wenn sich daraus ein Gespräch ergibt. Eine Entschuldigung ist nur die Aussage, dass man sein Fehlverhalten erkannt hat und es bedauert. Das kann den Abschluss einer Auseinandersetzung bedeuten, es kann aber auch sein, dass nun genügend Ruhe in die Streitigkeit gekommen ist und die eigentliche Klärung erfolgen muss. Dann kann es hilfreich sein, sich dafür etwas Zeit zu nehmen. Ein gemeinsamer Spaziergang ist dafür sehr gut geeignet.

Nur glaubwürdige Entschuldigungen werden angenommen – aus Fehlern muss man lernen

Es gibt Menschen, die sich zwar bereitwillig und auch ehrlich für einen Fehler entschuldigen, diesen Fehler aber bei der nächsten Gelegenheit wiederholen. Das führt früher oder später dazu, dass sich die Entschuldigung abnutzt und sie nicht mehr ernst genommen wird. Wer sich entschuldigt, sollte das Realisieren des Fehlers auch als Chance nutzen. Das bedeutet, dass sich etwas ändern muss. In einer Beziehung sind Toleranz und die Bereitschaft, sich anzupassen, eine wichtige Voraussetzung. Das kann auch dazu führen, dass sich bestimmte Verhaltensweisen ändern müssen.

Entschuldigungen annehmen ist nicht immer leicht

Zur Kunst, sich richtig zu entschuldigen, gehört auch die Kunst, eine Entschuldigung anzunehmen. Das beinhaltet die Bereitschaft, es gut sein zu lassen, zu verzeihen und sich weitere Vorwürfe zu sparen. Auch das kann schwerfallen, wenn der Entschuldigung eine tiefe Kränkung vorangegangen ist. Eine Entschuldigung anzunehmen heisst daher nicht, dass beide im Anschluss zur Tagesordnung übergehen müssen. Vor allem die gekränkte Person muss das Erlebte verarbeiten und braucht dafür Zeit. Das muss der Partner akzeptieren. Natürlich kann es auch passieren, dass das nicht gelingt. Oft ist das der Fall, wenn das Vertrauen ernsten Schaden genommen hat. Selbst wenn der Wunsch da ist, zu verzeihen, es gelingt womöglich nicht. Das muss in jedem Fall ausgesprochen werden.

Eine Möglichkeit ist, dass der, der einen Fehler gemacht hat, seine Entschuldigung noch einmal wiederholt. Vielleicht war sie zuvor einfach nicht aufrichtig genug. Falls auch das nicht ausreicht, kann das zu einer Trennung führen. Es gibt Fehler, die grundsätzlich unentschuldbar sind, wie Gewalt oder auch Handlungen, die den Partner oder die Partnerin in Schwierigkeiten oder sogar in Gefahr bringen. Andere wiederum sind schwer zu verzeihen, wie das Fremdgehen oder eine schwerwiegende Lüge, aber auch das Verschweigen einer wichtigen Information und das Ausspionieren. Wenn wichtige Regeln innerhalb einer Beziehung gebrochen werden, ist es für eine Entschuldigung meist zu spät.