Kategorie-Archiv: Partnerschaft

Entschuldigen in der Beziehung

beim Partner enschuldigenEin falsches Wort, eine falsche Geste, die vergessene Vereinbarung, der Wutausbruch, die übliche Nachlässigkeit oder einfach nur die Nerven; in einem Beziehungsalltag gibt es viel zu bewältigen und sehr viele Konflikte kommen erst dann zur Ruhe, wenn die Entschuldigung ausgesprochen ist.

Aber das ist nicht immer einfach, denn zu einer hilfreichen Entschuldigung in der Beziehung gehören immer zwei Menschen. Einer, der sich entschuldigen muss und der andere, der verletzt wurde und die Entschuldigung hoffentlich annimmt. Verletzte Gefühle wiegen aber schwer. Deshalb ist es wichtig, dass die Entschuldigung zum richtigen Zeitpunkt kommt und sorgfältig formuliert wird.

Was habe ich getan?

Es gibt Menschen, die können mit Kränkungen umgehen und es gibt Menschen, die können das nicht. Diese Fähigkeit ist Sache des Charakters, der sozialen Stabilität, der erlebten Konflikte und vieler weiterer Faktoren. Männer zeigen sich in diesem Punkt oftmals belastbarer als Frauen. Es bedarf also einer gewissen Sensibilität, mit Entschuldigungen richtig umzugehen. Die erste Frage, die sich jeder in einer Beziehung stellen muss ist: Wie möchte ich wahrgenommen werden? Zumeist ist es so, dass in einer Beziehung einer von beiden sensibler ist. Zu viel Sensibilität ist aber schädlich, denn dann kommt es zu oft zu Entschuldigungen. Die Folge sind Entschuldigungen am Fliessband, womöglich noch wegen verschiedener Kleinigkeiten.

„Entschuldigung, ich wollte anrufen“, Entschuldigung, ich wollte pünktlich sein, „Entschuldigung, ich habe das Einkaufen vergessen“. Wer sich hier wiederfindet, muss einen Riegel vorschieben. Vorauseilendes Entgegenkommen ist ebenso schädlich, wie sich gar nicht zu entschuldigen. Aber es gibt auch genügend Situationen, in denen eine Entschuldigung nötig ist. Sie soll dem Partner zeigen, dass man echte Reue empfindet und das Fehlverhalten mit aller Aufrichtigkeit bedauert. Das zeigt aber auch, dass die Entschuldigung ehrlich gemeint sein muss. Wer das nicht ernst meint, begeht gleich den nächsten Fehler.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für eine Entschuldigung?

Leider gibt es darauf keine allgemeine Antwort. Sicher hängt es auch davon ab, wie verletzt der Partner ist. Wer um Vergebung bittet, während die Stimmung aufgeheizt ist, wird vermutlich kein Gehör finden. Zu warten, bis sich die Wogen geglättet haben, kann zu spät sein. Wer es schafft, den Zeitraum dazwischen zu erwischen, hat gute Karten, dass die Entschuldigung ankommt. Je nach „Vergehen“ wird der andere an dieser Stelle die Entschuldigung vermutlich nicht akzeptieren, wenn die Wut zu gross ist. In dieser Phase kann es besser sein, ein schlichtendes und zurückhaltendes Verhalten zu zeigen.

Wichtig ist aber, dass die Botschaft auch ankommt! Zu viel Zeit darf nicht vergehen, denn sonst entsteht der Eindruck, man würde das eigene Fehlverhalten nicht als entschuldigungswürdig einstufen. Das kann den Partner zusätzlich verletzen. Tendenziell kommt die Entschuldigung bei der Frau besser an, wenn sie bald ausgesprochen wird. Beim Mann ist eher die Bereitschaft da, auch etwas zu warten. Umfragen haben zudem ergeben, dass Frauen sich häufiger entschuldigen.

Wann eine Entschuldigung ausbleiben sollte

Streit in der BeziehungEin Streit ist eine grosse Belastung für die Beziehung. Wenn er zudem im Raum bleibt und sich nicht klären lässt, führt das nicht selten dazu, dass einer von beiden einlenkt, nur damit wieder Ruhe einkehrt. Das wird die Person sein, die besonders unter der Situation leidet.

Oft genug werden dabei auch Entschuldigungen geäussert, obwohl der, der die Entschuldigung ausspricht, eigentlich nichts falsch gemacht hat. Das ist z. B. dann der Fall, wenn beide bei der Auseinandersetzung nur ihre unterschiedlichen Standpunkte vertreten haben. Hier ist kein Raum für eine Entschuldigung nur um den Streit zu schlichten. Stattdessen ist es besser, das Gespräch zu suchen und zu klären, wie sich der Streit beilegen lässt. Dazu müssen beide beitragen. Eine Entschuldigung wäre das Signal, dass der andere recht hatte. Der eigentliche Konflikt wird nicht gelöst.

Wie sollte eine Entschuldigung formuliert werden?

Sich richtig zu entschuldigen ist eine Kunst. Wer zerknirscht ist, versucht vielleicht, wenigstens die eine oder andere Erklärung einzufügen. Solche Erklärungen dürfen aber nicht zu Ausflüchten werden. Dabei ist es verständlich, dass der, der sich entschuldigt, das Gesicht wahren will. Die Entschuldigung darf sich auch nicht so anhören, als würde sie nur aus Pflichtgefühl geäussert. Sie sollte daher präzise formuliert sein und im richtigen Tonfall ausgesprochen werden. Das heisst, dass es nicht ausreicht, dem Partner im Vorbeigehen oder nebenbei ein „sorry“ zuzurufen. Eine Entschuldigung sollte trotzdem knapp formuliert sein. Sie bringt erkennbar das Bedauern zum Ausdruck. Mehr ist nicht nötig. Nun hat der Partner oder die Partnerin das Wort. Bestenfalls nimmt er oder sie Entschuldigung an. Es kann auch durchaus sein, dass die Vorwürfe erneut geäussert werden.

An dieser Stelle ist es wichtig, nicht zu widersprechen. Andernfalls wäre das der Beweis dafür, dass die Entschuldigung nicht ernst gemeint war. Trotzdem ist es gut, wenn sich daraus ein Gespräch ergibt. Eine Entschuldigung ist nur die Aussage, dass man sein Fehlverhalten erkannt hat und es bedauert. Das kann den Abschluss einer Auseinandersetzung bedeuten, es kann aber auch sein, dass nun genügend Ruhe in die Streitigkeit gekommen ist und die eigentliche Klärung erfolgen muss. Dann kann es hilfreich sein, sich dafür etwas Zeit zu nehmen. Ein gemeinsamer Spaziergang ist dafür sehr gut geeignet.

Nur glaubwürdige Entschuldigungen werden angenommen – aus Fehlern muss man lernen

Es gibt Menschen, die sich zwar bereitwillig und auch ehrlich für einen Fehler entschuldigen, diesen Fehler aber bei der nächsten Gelegenheit wiederholen. Das führt früher oder später dazu, dass sich die Entschuldigung abnutzt und sie nicht mehr ernst genommen wird. Wer sich entschuldigt, sollte das Realisieren des Fehlers auch als Chance nutzen. Das bedeutet, dass sich etwas ändern muss. In einer Beziehung sind Toleranz und die Bereitschaft, sich anzupassen, eine wichtige Voraussetzung. Das kann auch dazu führen, dass sich bestimmte Verhaltensweisen ändern müssen.

Entschuldigungen annehmen ist nicht immer leicht

Zur Kunst, sich richtig zu entschuldigen, gehört auch die Kunst, eine Entschuldigung anzunehmen. Das beinhaltet die Bereitschaft, es gut sein zu lassen, zu verzeihen und sich weitere Vorwürfe zu sparen. Auch das kann schwerfallen, wenn der Entschuldigung eine tiefe Kränkung vorangegangen ist. Eine Entschuldigung anzunehmen heisst daher nicht, dass beide im Anschluss zur Tagesordnung übergehen müssen. Vor allem die gekränkte Person muss das Erlebte verarbeiten und braucht dafür Zeit. Das muss der Partner akzeptieren. Natürlich kann es auch passieren, dass das nicht gelingt. Oft ist das der Fall, wenn das Vertrauen ernsten Schaden genommen hat. Selbst wenn der Wunsch da ist, zu verzeihen, es gelingt womöglich nicht. Das muss in jedem Fall ausgesprochen werden.

Eine Möglichkeit ist, dass der, der einen Fehler gemacht hat, seine Entschuldigung noch einmal wiederholt. Vielleicht war sie zuvor einfach nicht aufrichtig genug. Falls auch das nicht ausreicht, kann das zu einer Trennung führen. Es gibt Fehler, die grundsätzlich unentschuldbar sind, wie Gewalt oder auch Handlungen, die den Partner oder die Partnerin in Schwierigkeiten oder sogar in Gefahr bringen. Andere wiederum sind schwer zu verzeihen, wie das Fremdgehen oder eine schwerwiegende Lüge, aber auch das Verschweigen einer wichtigen Information und das Ausspionieren. Wenn wichtige Regeln innerhalb einer Beziehung gebrochen werden, ist es für eine Entschuldigung meist zu spät.

Er meldet sich nicht

Sie haben Ihren Traummann gefunden und plötzlich meldet er sich nicht mehr? Eine solche Situation ist sehr belastend. Wie löst man solche Probleme und ab wann ist es Zeit, loszulassen?

Die Kennenlernphase

frau wartet auf anrufWenn Sie einen Mann kennengelernt haben, der Ihnen gefällt, ist es nur natürlich, dass Sie darauf hoffen, dass daraus mehr wird. Sie haben vielleicht die Telefonnummern ausgetauscht und hoffen jetzt, dass er sich meldet.

Die Wartezeit ist nicht schön, aber Sie kennen sich kaum und so hält sich die Enttäuschung, wenn er sich nicht meldet, bestimmt in Grenzen. Ganz anders sieht es aus, wenn Sie sich schon näher gekommen sind. Vielleicht gab es ein paar Dates, die sich auch vielversprechend angefühlt haben.

Wenn nun plötzlich der Kontakt abbricht, ist es gar nicht so einfach, damit umzugehen. Sie können nun versuchen, ihn selbst zu erreichen oder Sie nehmen die Entwicklung einfach hin. Bedenken Sie aber, dass es auch sein kann, dass er noch gar nicht so weit ist. Vielleicht haben Sie sich längst Hals über Kopf verliebt, während er noch denkt, dass Sie irgendwie ganz nett sind. Hier drohen Missverständnisse, wenn Sie die Flucht nach vorn antreten und ihn zur Rede stellen. Bevor Sie etwas unternehmen möchten, fragen Sie sich:

  • Hat er signalisiert, dass er eine Beziehung will?
  • Gab es eine Absprache zum Kontakthalten?
  • Wie lange ist der letzte Kontakt her?
  • Wie gut kennen Sie ihn?

Wenn er nichts zu einer Beziehung gesagt hat, handelt es sich bisher nur um einen Kontakt ohne Verbindlichkeiten. Wenn Sie ihn nun kontaktieren, bleiben Sie daher besser zurückhaltend. Vorwürfe sind jetzt falsch. Rufen Sie ihn z.B. an und fragen ihn, ob er Lust auf Kino, Klub oder ein Essen hat.

Wenn es keine Absprache zum Kontakthalten gab, sollten Sie in Erwägung ziehen, dass er nicht interessiert ist. Auch in diesem Fall können Sie ihn einfach anrufen und zu einer gemeinsamen Unternehmung einladen.

Wenn Sie verliebt sind, kommen ihnen 24 Stunden ohne eine Nachricht vermutlich vor wie eine Woche. Sie wissen nicht, was er gerade zu tun hat. Wenn Sie ihn kontaktieren, vermeiden Sie besser Vorwürfe.

Wie gut kennen Sie ihn, ist ebenfalls eine wichtige Frage. Vielleicht ist er der Typ, der mit Beziehungen locker umgeht. Möglicherweise hat er sie gar nicht als zukünftige Partnerin im Auge und fühlt sich durch zu intensives Nachfragen bedrängt. Tasten Sie sich also langsam vor.

Verhalten bei erst kurzem Kontakt

er meldet sich nicht mehrAngenommen, Sie haben einen Mann kurz kennengelernt, ihn vielleicht einige Male getroffen. Es gab keine verbindlichen Aussagen und plötzlich kommt es zum Kontaktabbruch. Sie sind vermutlich irritiert und schwanken zwischen Verärgerung und Trauer. Machen Sie sich bewusst, dass das nur Ihre Emotionen sind. Was er gerade fühlt wissen Sie nicht. Es bringt auch nichts, darüber nachzudenken. Aber es ist durchaus sinnvoll, ihn zu fragen. Beginnen Sie ein solches Gespräch aber zurückhaltend. Sie kennen seine Gründe nicht.

Geben Sie ihm die Gelegenheit, sie zu erklären, ohne dass er mit negativen Gefühlen überschüttet wird. Behalten Sie während des Telefonats oder des persönlichen Gesprächs weiter im Hinterkopf, dass ihre Gefühle in diesem Moment zurückstehen sollten, bis Sie wissen woran Sie sind. Sollte sich herausstellen, dass er Sie ausgenutzt oder belogen hat, können Sie ihn immer noch beschimpfen. Kommt bei dieser Unterhaltung aber heraus, dass es plausible Gründe für sein Verhalten gibt, werden Sie sehr froh sein, ihre Emotionen für diese kurze Zeit nicht gezeigt zu haben.

Kontaktabbruch während der Beziehung – Was jetzt?

Auch das kann passieren. Sie kennen sich eine gewisse Zeit, Sie führen eine Beziehung oder sie entwickelt sich gerade und plötzlich bricht der Kontakt ab. In diesem Fall haben Sie ganz sicher schon versucht, ihn zu erreichen. Sie haben telefoniert oder sind zu seiner Wohnung gefahren, Sie haben vielleicht auch eine Mail verschickt, aber es kommt nichts zurück oder er bricht das Gespräch sofort wieder ab.

An dieser Stelle haben Sie Grund genug, wütend zu sein.  Überlegen Sie trotzdem, ob irgendetwas vorgefallen ist, dass sein Verhalten erklären könnte. Hatten Sie eine Auseinandersetzung oder gab es Missverständnisse, die noch nicht ausgeräumt sind? Das soll den Kontaktabbruch nicht entschuldigen, aber das kann Ihnen einen Einstieg in das Gespräch liefern, wenn es zustande kommt. Versuchen Sie so lange wie möglich neutral zu bleiben, bis Sie wissen, was genau los ist.

Er ist anders – Wie damit umgehen?

Versuchen Sie für einen Moment, ihre Gefühle zu ignorieren und analysieren Sie die Situation sachlich. Fragen Sie sich:

  • Ist er unhöflich?
  • Ist er distanziert?
  • Ist der abwesend?
  • Ist er verärgert?
  • Ist er verunsichert?
  • Ist er ausweichend?

Wenn Sie eine der Fragen beantworten können, haben Sie eine Ausgangslage für Ihre weiteren Möglichkeiten. Passen Sie Ihre Wortwahl an. Das bedeutet nicht, dass er den Ton angibt und Sie sich unterordnen. Es geht ausschliesslich darum, die Situation schnellstmöglich zu bereinigen und dabei ist diese Vorgehensweise die Abkürzung.

Er kommt nicht zur Verabredung

Verabredungen nicht einzuhalten ist unhöflich und rücksichtslos. Trotzdem kann es sein, dass der Mann in den Sie sich verliebt haben, einen guten Grund hat. Das sollten Sie ebenfalls in Ruhe klären, bevor Sie Ihren Ärger zum Ausdruck bringen. Passiert das öfter oder hat er keine wirklich gute Entschuldigung, haben Sie sich vermutlich in den falschen Mann verliebt. So bitter es ist, überlegen Sie sich, ob Sie wirklich mit diesem Mann eine Beziehung führen wollen, denn offensichtlich hat er andere Prioritäten.

Typisch Mann?

Wenn Sie feststellen, dass Ihr Traummann offensichtlich den Rückzug antritt, verschaffen Sie ihm keine Ausreden. Es ist nicht typisch Mann, dass Sie als Frau sich bemühen, während er immer nachlässiger wird. Entweder ist er wirklich nicht an Ihnen interessiert oder es ist einfach seine Art, sich so zu benehmen. Auch eine solche bittere Enttäuschung lässt sich überwinden.

Auszeiten, sind sie gerechtfertigt?

Es gibt Männer, die sich das Recht auf Auszeiten nehmen. Das bedeutet nicht zwingend, dass sie sich in dieser Zeit mit anderen Frauen treffen. Vielleicht ist ihnen die Beziehung zu viel oder Sie passen doch nicht so gut zueinander. Es gibt aber auch Männer (und Frauen), denen eine Auszeit wirklich gut tut, weil sie die Zeit für sich brauchen. Grundsätzlich ist das in Ordnung, wenn beide das vertragen. Wenn Sie darunter leiden, müssen Sie ihn das wissen lassen und ggf. die Konsequenzen daraus ziehen.

Er meldet sich nicht: Wann Schluss machen?

Die Frage, wann der richtige Zeitpunkt ist, um eine Beziehung zu beenden, können nur Sie selbst beantworten. Die Gefahr besteht aber weniger darin, die Entscheidung zu früh zu fällen, sondern eher darin, dass sie erst dann ausgesprochen ist, wenn es zu schweren emotionalen Verletzungen gekommen ist. Es ist aber nachvollziehbar, dass man auf Besserung hofft und die Entscheidung auch deshalb herauszögert. Die Gefühle sind schliesslich da. Wenn der andere Part es dann noch schafft, zu beschwichtigen oder die Beziehung über längere Phasen gut funktioniert, wird es für den, der unter der Situation leidet, noch schwieriger.

Auch in langjährigen Beziehungen kann es vorkommen, dass sich ein Mann zurückzieht und sich einfach nicht meldet, obwohl er es versprochen hat. Irgendwann kommt dann der Punkt, an dem Sie die Situation nicht mehr aushalten können und wollen. Wichtig ist, dass es allein Ihre Entscheidung ist, nicht die der Verwandtschaft oder guter Freunde.

Wochenendbeziehung – Partnerschaft für Fortgeschrittene oder Notlösung?

Die Wochenendbeziehung ist heute nicht mehr ungewöhnlich. Immer mehr Paare sehen sich gezwungen, die Woche getrennt voneinander zu verbringen. Davon können auch Familien betroffen sein. Hintergrund ist zumeist, dass die Arbeitsplätze zu weit voneinander entfernt liegen, um gemeinsam zu leben.

Durch die steigende Mobilität sind Fahrtstrecken von 50 km und mehr zwar realisierbar, doch oftmals liegt der Traumjob oder die Chance, der Arbeitslosigkeit zu entkommen, noch weiter entfernt, möglicherweise befindet sich der Arbeitsplatz sogar jenseits der Landesgrenzen.

Umziehen oder Wochenendbeziehung?

Ankunft am WochenendePaare, bei denen einer eine Stelle in weiterer Entfernung antritt, sehen sich zunächst in einem Dilemma. Der neue Job kann die Karriere vorantreiben, er wird vielleicht besser bezahlt oder bietet andere Vorteile.

Am Wohnort hingegen sitzt der Lebenspartner mit seinem Job, möglicherweise auch mit schulpflichtigen Kindern. Die eigene Immobilie ist ausserdem ein gewichtiger Grund, vor Ort zu bleiben. Aber auch die vertraute Umgebung, Freunde und Angehörige sind gute Gründe, warum nicht jeder den gemeinsamen Umzug favorisiert. Hinzu kommt, dass oftmals nicht absehbar ist, ob die neue Stelle für den Partner wirklich so vielversprechend ist, wie es sich in der Anfangszeit darstellt. Es gibt daher auch wirtschaftliche Gründe, die dafür sprechen, dass der Partner nicht mit umzieht.

Wochenendbeziehungen entstehen aber auch, wenn zwei Menschen sich kennen- und lieben lernen, aber sehr weit voneinander entfernt wohnen. Wenn beide ihren Wohnort nicht aufgeben können oder wollen, bleibt nur eine Trennung oder eine Fernbeziehung.

Die Vorteile einer Wochenendbeziehung

Wochenendbeziehungen können ihren Schrecken schnell verlieren, wenn einige Dinge beachtet werden. Dazu gehören vor allem Rituale. Das abendliche Telefonat, die SMS am Morgen und in der Mittagspause verhindern, dass beide in der Woche in ein echtes Singleleben hinein rutschen. Anders ist es natürlich, wenn diese Entwicklung gewünscht ist. Vor allem in langjährigen Beziehungen, in denen unklar ist, ob beide die Verbindung eigentlich noch wollen, kann das vorübergehende Singleleben heilsam sein.

Das Wochenende gehört dann beiden gemeinsam. Weitere Vorteile sind, dass beide ihre Lebensinhalte selbstständig verwalten. Niemand ist gezwungen, für den anderen ein Opfer zu bringen. Während der Wochenendbeziehung bleibt genügend Zeit zu überlegen, ob man sich an anderer Stelle ein neues und gemeinsames Lebensumfeld schafft. Meist ist das der Fall, wenn einer von beiden in der Nähe des anderen eine geeignete Stelle findet.

Die Beziehung auf Distanz – Charaktersache?

Verliebtes Paar auf einer ParkbankPaare, die gut mit einer Wochenendbeziehung zurechtkommen, sind fast immer emotional gefestigt und stabil. Sie neigen weniger zu Eifersucht, bewältigen ihren Alltag allein und sind den tagtäglichen Anforderungen gewachsen. So sieht zumindest die Ideallösung aus und genau dieses Ziel sollten Paare, die sich für eine Wochenendbeziehung entscheiden, auch anstreben.

Während der Woche darf die Freizeit aber so richtig genossen werden. Das bedeutet nicht, dass er oder sie Einladungen zu Dates annimmt. Aber es ist völlig in Ordnung, in Ruhe das Fussballspiel zu schauen oder am Abend eine ausgiebige Shoppingtour zu planen. Mit gutem Gewissen sollten Paare, die eine Wochenendbeziehung leben, die Zeit allein auch für sich verwenden und nicht mit düsterer Miene zu Hause bleiben. Das Opfer der Fernbeziehung macht es möglich.

Diesen Vorteil sollten beide für sich nutzen und offen darüber sprechen. Es ist hingegen nicht fair, dem Partner nachzuspionieren oder sich gegen Aktivitäten aus Eifersucht auszusprechen, nur weil man selbst nichts vorhat. Es muss nicht der tägliche Besuch des Clubs sein. Wie wäre es mit einer neuen Fremdsprache oder mit dem regelmässigen Besuch des Fitnessstudios?

Fehler in der Wochenendpartnerschaft

Mit der Entscheidung für eine Wochenendbeziehung ändert sich vieles. Meist bleibt es bei einem Hauptwohnsitz, während die zweite Wohnung nur für die Arbeitswochen gedacht ist. Bei gemeinsamer Kontoführung wird das Paar sicher darauf achten, die Kosten möglichst niedrig zu halten. Das sollte nicht dazu führen, dass der zurückbleibende Part in der Woche die Pflege der Kinder und die Versorgung des Haushaltes allein übernimmt und sich am Wochenende auch noch um die Wäsche des zurückkehrenden Partners kümmert, wie auch die Einkäufe tätigt.

Wer am Wochenende nach Hause kommt, begibt sich nicht in den Urlaub! Daher ist es sinnvoll, wenn es auch in der zweiten Wohnung die Möglichkeit gibt, Lebensmittel ordentlich zuzubereiten und Wäsche zu waschen. Andernfalls handelt es sich um eine Unterkunft, die es demjenigen auch erschwert, sich halbwegs heimisch zu fühlen und mit Freude dem Beruf nachzugehen. Das Wochenende dient der gemeinsamen Zeit, nicht dem Aufarbeiten liegen gebliebener Aufgaben. Paare, die sich gerade erst kennengelernt haben, können sich abwechselnd besuchen, falls nicht wichtige Gründe dagegen sprechen.

Übertreiben Sie es nicht mit Ihren Erwartungen!

Verabschiedung am WochenendeEiner der grössten Fehler ist, zu viel vom Wochenende zu erwarten. Sie haben sich mindestens eine Woche nicht gesehen, vielleicht auch länger. Die Vorfreude wächst und fokussiert sich auf die kommenden freien Tage. Am Wochenende müssen beide auch die Eindrücke der vergangenen Tage verarbeiten. Schwierige Gespräche im Job, Sorgen, Scheitern und grosse Aufgaben beschäftigen die Gedanken.

Planen Sie deshalb nicht für den anderen mit. Ob Sie nun die Person sind, die am Wochenende nach Hause kommt oder die sind, die auf den Partner wartet, belassen Sie es lieber bei Vorschlägen. Erinnern Sie aber einander, wenn am Wochenende etwas geplant ist, dass der Partner vielleicht vergessen haben könnte. Halten Sie vor allem den Tag vor der Rückreise frei von Verpflichtungen. Der Besuch der Schwiegermutter am Sonntag Nachmittag kommt möglicherweise nicht gut an, wenn man im Anschluss weite Strecken fahren muss und die Zeit lieber für einen Ausflug genutzt hätte.

Für den, der nach Hause kommt, muss auch offensichtlich sein, dass es sein Heim bleibt. Erwecken Sie also nicht den Eindruck, dass Sie in der Abwesenheit des Partners alles umräumen. Wenn Sie Lust auf Veränderungen haben, sprechen Sie das ab. Sind Sie die Person, die in der Woche nicht zu Hause ist, schieben Sie solche Pläne nicht grundsätzlich auf das Wochenende. Möglicherweise hilft es dem Daheimgebliebenen, etwas zu verändern. Bleiben Sie offen und interessiert. Fragen Sie nach! Wie läuft es zu Hause? Wie war das Gespräch mit xy? War was Wichtiges in der Post? Bleiben Sie präsent!

In der Zeit des Smartphones lassen sich alle Gedanken und Pläne leichter übermitteln. Nehmen Sie diese Gespräche und Ideen ernst. Zu Hause läuft das Leben weiter!

Das Wiedersehen nach längerer Zeit

Bei einer Wochenendpartnerschaft kann es passieren, dass Treffen verschoben werden müssen. Vielleicht vergehen Wochen oder sogar Monate. Der Gedanke an das Wiedersehen gleicht dann oft einer Achterbahn der Gefühle. Wie wird es sein? Hat sich etwas verändert? Erfahrene Fernbeziehungspaare kennen das und lassen sich Zeit. Die Situation ist ganz anders, als es in einer Nahpartnerschaft der Fall ist, denn bei einer Fernbeziehung ist eine gewisse Distanz beim Wiedersehen nicht ungewöhnlich.

Das ist umso stärker ausgeprägt, wenn es zwischendurch Phasen gibt, in der eine Kommunikation unmöglich ist, z. B. weil es kein Netzverbindung gibt oder die Zeitverschiebung Gespräche unmöglich macht. Nehmen Sie sich Zeit für Gespräche bei Ihrer Rückkehr. Die anfängliche leichte Unsicherheit ist kein Zeichen, dass Ihre Liebe erloschen ist. Sie werden förmlich spüren, wie Sie beide sich schnell wieder näherkommen. „Überfallen“ Sie also niemals Ihren Partner oder Ihre Partner und nehmen Sie eine leichte Zurückhaltung nicht persönlich. Umgekehrt ist natürlich auch die stürmische Begrüssung möglich, denn jeder Mensch ist anders.

Vom Scheitern und Gewinnen

Eine Fernbeziehung kann auch scheitern. Sie kann der Anfang einer neuen Ebene Ihrer Beziehung sein oder auch das Aus bedeuten. Sie beide müssen sich entscheiden, ob Sie glauben, dass Ihre Beziehung diesen Schritt meistern kann, ob sie vielleicht sogar daran wächst oder ob sie daran scheitert. „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt,“ und „wer sich in Gefahr begibt, der kommt darin um.“. Wie auch immer sie sich entscheiden, die Zukunft ist ungeschrieben.

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Eifersucht: was ist normal – was nicht?

Eifersucht kann ein Kompliment und Bedrohung zugleich sein. In leichter Form fühlen wir uns zumeist geschmeichelt. Vor allem wenn die Beziehung noch gar nicht als solche existiert, kann ein Hauch von Eifersucht uns zeigen, dass die andere Person ernsthaft interessiert ist.

Allerdings ist die Bandbreite der Emotionen gross. Eine Eifersüchtelei ist schön, ein Eifersuchtsanfall ist eine ganz andere Sache. Wo ist also die Grenze und wie weit sind wir selbst für uns und andere verantwortlich?

Eifersucht gehört zu einer Beziehung dazu?

eifersüchtiges mädchenStimmt diese Aussage? Sie wird vor allem von Menschen geäussert, die besonders eifersüchtig sind. Dabei kann es sich um eine Erklärung handeln oder um eine Entschuldigung. Sicher ist ein wenig Eifersucht nicht ungewöhnlich.

Es gibt aber auch Menschen, die niemals eifersüchtig sind und das bedeutet nicht, dass er oder sie den anderen nicht liebt. Es ist eher ein Hinweis auf jemanden, der keine Verlustängste hat, mit beiden Beinen fest im Leben steht und dem Partner voll und ganz vertraut.

Es ist also nicht krank oder nachlässig, niemals eifersüchtig zu sein. Im Normalfall erleben wir aber leichte Eifersucht, wenn sich eine dritte Person in die Beziehung drängt oder der Partner/die Partnerin sich einer anderen Person zuwendet. Es gibt aber auch die Eifersucht auf Hobbys. Verbringt der Mann lieber Zeit mit dem Fussball oder die Frau mit der Handballmannschaft, fühlt sich der jeweils andere möglicherweise zurückgesetzt. Auch das kann zu Streitereien führen.

Wer ist eifersüchtiger? Mann oder Frau?

mann ist eifersüchtig auf freundinDieses Thema füllt Bücher, beschäftigt Wissenschaftler und ist dennoch nicht abschliessend zu beantworten. Es spielen einfach zu viele Faktoren hinein. Zudem ist die Debatte oft geprägt von Vorurteilen und Werten, religiöser und kultureller Art. Dazu gehört auch die Frage, ob der Mann ein von der Natur verbrieftes Recht zu stärkerer Eifersucht hat.

Schliesslich, so lautet die Theorie, will er ganz sicher sein, ob das Kind, das die Partnerin geboren hat, auch seines ist. Natur und Evolution kennen weder Patriarchat noch Matriarchat , sie sind so lange gleichberechtigt, wie es einen Sinn für das junge Leben ergibt. Sie brauchen Stabilität und die erwächst aus der Vielfalt des Genpools.

Die Natur hat also durchaus ein „Interesse“ daran, an einer grossen genetischen Vielfalt, denn so sichert eine Art ihr Überleben.
Eifersucht in Grenzen ist eine Besitzerklärung, und zwar von beiden Seiten. Ebenso wie der Mann über die Jahrtausende hinweg ein gesundes Interesse daran hat, dass seine Kinder auch von ihm gezeugt wurden, hat die Frau ein ebenso gesundes Interesse daran, dass ihr Mann nicht mit anderen Frauen weitere Kinder in die Welt setzt.

Die Erklärung liegt auf der Hand. Je mehr Kinder er versorgen muss (für die er sich verantwortlich fühlt), desto mehr Kraft und Ressourcen verliert er. In der Evolution ist das ein für die Frau und das Kind lebensbedrohlicher Zustand. Und auch in der heutigen Zeit kann eine solche Entwicklung den finanziellen und sozialen Ruin bedeuten. Auf beiden Seiten. Wir fassen zusammen: Männer und Frauen sind gleichermassen zur Eifersucht fähig und grundsätzlich ergibt das eben auch einen Sinn.

Verlustangst und Eifersuchtsanfall

streit wegen eifersuchtEs ist bekannt, dass Verlustangst und geringes Selbstwertgefühl in einer engen Verbindung stehen. Wer mit beiden Beinen fest im Leben steht, verkraftet einen Verlust besser als jemand, der sich in einem Abhängigkeitsgefüge befindet. Abhängigkeit kann das Selbstwertgefühl extrem belasten.

Die Abhängigkeit kann finanzieller und sozialer Art sein. Die finanzielle Variante ist leicht erklärt. Ein Partner arbeitet, der andere kümmert sich vielleicht um die Kinder und ist damit abhängig.

In einer gesunden Beziehung ist das kein Problem. Meist ist es der Mann, der für den Unterhalt sorgt, diese Aufgabe sehr ernst nimmt und genau weiss, was die Frau leistet. Umgekehrt ist das ebenso, und natürlich lassen sich die Rollen auch austauschen. Beide befinden sich in einer Symbiose, man ist füreinander da. Aber dieses Verhältnis ist auch ein Machtgefälle und entsprechend zerbrechlich. Damit Frau und Mann einander ehren und lieben, sich respektieren und füreinander da sind, brauchen sie ein hohes Mass an sozialer Kompetenz und was noch viel schwieriger ist, Stabilität in ihrem Leben.

Arbeitslosigkeit und schwere Erkrankungen können eine Beziehung aus dem Gleichgewicht bringen. Die Verlustangst kann aus der Abhängigkeit entstehen, wenn es in der Partnerschaft auch sonst nicht gut läuft. Selbstzweifel und Misstrauen sind die Folge. Beide nähren die Eifersucht und erhöhen die Gefahr, dass die Beziehung tatsächlich scheitert. Die soziale Abhängigkeit entsteht leicht, wenn einer der Partner eine starke Persönlichkeit ist, während die andere Person sich lieber durch das Leben führen lässt. Je weniger Eigenverantwortung jeder für sich übernimmt, desto unselbstständiger wird derjenige. Ängste entstehen, die sogar behandlungsbedürftig werden können.

Eifersucht durch Untreue

untreue in der beziehungDie Untreue des Partners ist eine schlimme Erfahrung und kann das Ende einer Beziehung bedeuten. Für die Aufarbeitung ist daher wichtig, das Vertrauen wieder herzustellen. Der betrogene Partner muss wissen, dass er oder sie Antworten auf offene Fragen bekommt. Aber auch hier gibt es Grenzen. Ob es sich um einen Seitensprung gehandelt hat oder eine längere Beziehung, wird eine der zentralen Fragen sein. Es ist aber nicht hilfreich, wenn die Fragen zu sehr ins Detail gehen und damit quälend werden.

An dieser Stelle darf auch der, der betrogen hat, sich und den anderen vor noch mehr Schaden bewahren, damit die Eifersucht nicht zerstörerisch wird. Entscheidend ist der Wille, die Beziehung weiterzuführen. Deshalb muss das Thema Seitensprung und Untreue an einem von beiden zu bestimmenden Punkt beendet werden. Für die Zukunft ist wichtig, dass der betrogene Partner das Recht hat, seine Unsicherheit auszusprechen, bevor es zu neuer Eifersucht aus Angst kommt. Sitzt die Eifersucht zu tief oder lässt sich die Verlustangst nicht überwinden, kann auch therapeutische Hilfe ein Ansatz sein.

Eifersuchtsanfall überwinden

Ein Eifersuchtsanfall ist ein explosionsartiger und emotionaler Gefühlsausbruch, der oftmals aggressive oder autoaggressive Züge annimmt. In der Öffentlichkeit kann er dadurch unerträglich werden. Ein solcher Eifersuchtsanfall kann verständliche Auslöser haben. Das ist z. B. dann der Fall, wenn der Partner oder die Partnerin mit einer anderen Person flirtet oder offenkundig Interesse zeigt. Wiederholt sich das Verhalten, ist der Eifersuchtsanfall meist nicht weit entfernt.

Solche Situationen ereignen sich vor allem bei Paaren, bei denen beide unterschiedliche Vorstellungen vom Umgang mit dem anderen Geschlecht haben. Die Ängste des einen Partners können so mit dem freien Denken des anderen kollidieren. Es nützt dann nichts, die eigenen Interessen durchzusetzen oder möglicherweise zu erzwingen, indem mit einer Trennung gedroht wird. Eine Beziehung kann nur funktionieren, wenn beide kompromissbereit sind. Bei Menschen, sie sich dann aber eingeengt fühlen, kann es besser sein, eine Trennung ins Auge zu fassen.

Das ist vor allem dann zu überlegen, wenn der eifersüchtige Part Kontrollmechanismen entwickelt. Es gibt keine Rechtfertigung dafür, fremde Post zu öffnen, Mails zu lesen, das Handy zu kontrollieren oder den anderen ständig zu verhören. Ein solches Verhalten ist rücksichtslos, vor allem wenn die Kontrolle sich nicht um eine einmalige Entgleisung handelt, sondern sich bereits verfestigt hat. Das Kontrollverhalten kann krankhafte Ausmasse annehmen und es gibt keinen Grund für den anderen, es sich gefallen zu lassen. Wer nun versucht, den eifersüchtigen Partner durch bereitwilliges Entgegenkommen zu beruhigen, bringt sich selbst in eine ausweglose Lage. Hier müssen Grenzen aufgezeigt werden, die umissverständlich sind.

Wege aus der Eifersucht – Tipps für Eifersüchtige

Wenn Sie selbst zu den Menschen gehören, die eifersüchtig sind, müssen Sie an sich arbeiten. Wenn Sie jetzt sagen:“Mein Partner scheint untreu zu sein,“ dann fragen Sie ihn oder sie. Wird die Frage verneint, wenden Sie sich wieder sich selbst und Ihren Empfindungen zu. Wird sie bejaht, ziehen Sie die Konsequenzen für sich daraus.

Wie werde ich meine Eifersucht los?

Sie setzen den Punkt für die Eifersucht selbst. Wenn Sie damit schon länger Probleme haben, müssen Sie sich vor allem mit Ihrer Persönlichkeit befassen. Sie können andere Menschen nicht kontrollieren. Weder deren Verhalten noch deren Gefühle. Das können Sie nur für sich selbst tun und das müssen Sie auch. Versuchen Sie herauszufinden, wo der Ursprung Ihrer Eifersucht liegt. Glauben Sie vielleicht, dass andere Menschen attraktiver sind als Sie? Entscheidend ist, was Sie füreinander fühlen, denn kommt immer vor, dass man Menschen begegnet, die klüger, reicher oder schöner sind als man selbst. Nun dürfen Sie bei einem solchen Treffen jedes Mal in Selbstzweifel versinken. Lernen Sie, die Menschen so zu akzeptieren, wie sie sind. Sie können andere Menschen nicht ändern.

Zweifeln Sie an den Gefühlen Ihres Partners/Ihrer Partnerin? Fragen Sie und akzeptieren Sie die Antwort. Keinesfalls sollten Sie sich angewöhnen, ständig nach Beweisen für das Gegenteil zu suchen. Sie verletzten Ihren Partner damit und im Ergebnis schieben Sie ihn damit aus Ihrem Leben. Reden hilft bei Eifersucht! Allerdings sollte das Gespräch schon früh in Angriff genommen werden, wenn sich zeigt, dass ein Partner Tendenzen entwickelt, die den anderen emotional überfordern.

Dazu sollte man sich Zeit nehmen und einen geeigneten Rahmen wählen. Nur so bleibt genügend Gelegenheit, das Thema auch abschliessend zu besprechen. Wer unter Eifersucht leidet, hat die Tendenz, dem Partner die Schuld dafür zu geben. Auch das ist ein Fehler. Natürlich können schlechte Erfahrungen der Grund sein. Schlechte Erfahrungen geben zudem niemandem das Recht, einen anderen Menschen mit damit zu belasten, dass man die negativen Gefühle nicht überwinden kann. Stärken Sie sich!

Zusammenziehen in die erste gemeinsame Wohnung

Wenn zwei Menschen sich in einander verlieben und diese Liebe wächst, dann wollen sie viel Zeit miteinander verbringen. Während es in der ersten Zeit noch aufregend ist, sich zu bestimmten Uhrzeiten zu verabreden, wächst schliesslich der Wunsch auf ein gemeinsames Heim. Die Entscheidung ist wichtig, gewissermassen eine kleine Ehe oder ein erster grosser Test, denn jetzt zeigt sich, ob man wirklich zueinander passt. Gleichzeitig lautet das Signal nach aussen: Wir gehören zusammen.

Die grosse Belastungsprobe

erste gemeinsame wohnung„Drum prüfe, wer sich ewig bindet,
Ob sich das Herz zum Herzen findet!
Der Wahn ist kurz, die Reu ist lang.“

Soweit die Worte von Friedrich Schiller. Was sich früher fast immer auf die Theorie des Kennenlernens beschränkte und das echte Zusammenlieben aussen vor liess, erlaubt uns heute sehr viel mehr. Es ist gesellschaftlich akzeptiert, dass unverheiratete Paare gemeinsame Räume beziehen. Das ist eine grosse Chance, aber die Hoffnungen und Ängste sind nicht weniger geworden. Die meisten Männer und Frauen, die sich entscheiden, zusammen zu ziehen, haben bereits Beziehungen hinter sich.

Mit dem Schritt, die erste gemeinsame Wohnung zu beziehen, setzen sie ein Zeichen, auch für den Partner. Es ist daher wichtig, dass sich beide sicher sind, dass sie eine gemeinsame Wohnung wirklich wollen. Niemand sollte sich zu dieser Entscheidung drängen lassen, denn sie wieder rückgängig zu machen, ist mit grossem Stress und nebenbei auch mit einer erheblichen finanziellen Belastung verbunden.

Die Entscheidung für die Wohnung

Bevor Sie anfangen, die Wohnsituation zu analysieren und sich auf Wohnungssuche begeben, sollten Sie gemeinsam überlegen, was Ihnen wichtig ist. Natürlich muss der finanzielle Rahmen berücksichtigt werden. Erklären Sie, was Ihnen sehr wichtig ist und wo Sie kompromissbereit sind.

Sehr wichtig ist die Grösse der Wohnung. Manche Menschen kommen wunderbar damit zurecht, mit ihrem Partner in einem 1,5 Zimmer Appartement zu leben. Für andere ist allein die Vorstellung zu viel. Finden Sie heraus, ob Sie oder Ihr Partner einen Rückzugsort braucht, und verlegen Sie diesen Ort nicht in einen fensterlosen Kellerraum. Freiräume zu wollen bedeutet nicht, dass etwas mit den Gefühlen nicht stimmt, sondern ist Teil der Persönlichkeit.

Dennoch, wenn Sie zusammenziehen, wollen Sie auch zusammenleben und möglichst viel Zeit miteinander zu verbringen. Dazu gehören gemeinsame Mahlzeiten, mindestens teilweise gemeinsame Unternehmungen und ein gemeinsames Schlafzimmer. Grundsätzlich sind Sie aber in Ihrer Entscheidung frei. Wenn ein Partner sehr unruhig schläft und der andere einen sehr leichten Schlaf hat, können sogar getrennte Schlafzimmer sinnvoll sein, bevor chronischer Schlafmangel die Folge ist. Berücksichtigen Sie das aber unbedingt vor der Wohnungssuche.

Die Einrichtung – Chance oder vorprogrammierter Streit?

Wohnung einrichtenHier sind es vor allem die Damen, die das Kommando haben, während die Herren sich eher zurückhalten und oftmals dankbar sind, nicht an allen Entscheidungen teilhaben zu müssen. Das ist keine gute Lösung. Auch wenn die Planung der Einrichtung und der Möbelkauf anstrengend sind, planen Sie gemeinsam und miteinander.

Sicher werden Sie bei den Kosten zusammenlegen. Nehmen Sie aber Rücksicht, wenn einer weniger verdient und sich deshalb weniger einbringen kann. Klären Sie gemeinsam, welcher Stil es sein soll und bemühen Sie sich um Kompromisse. Das ist umso wichtiger, wenn einer von beiden einen extremen Geschmack hat. Auf die Spitze getrieben, müssen Sie als Mann kein rosa Plüschsofa akzeptieren und als Frau keine Metallregale.

Lassen Sie sich auch im Zustand grösster Verliebtheit nicht auf das ein, was der andere will aber was nicht zu Ihnen passt. Andernfalls ist der spätere Streit vorprogrammiert. Wenn Sie nicht sicher sind, gehen Sie mit dem Plan der ausgewählten Wohnung in ein gutes Möbelgeschäft, das verschiedene Stilrichtungen bedient, und lassen Sie sich beraten. Alternativ können Sie sich auch mit speziell hierfür entwickelten Computerprogrammen helfen. Solche Programme gibt es auch auf den Internetseiten der grösseren Möbelfirmen. Hier dürfen Sie auch unabhängig voneinander experimentieren und dann dem anderen Ihre Ideen vorstellen. Folgende Tipps können Ihnen ebenfalls helfen:

Für die Wohnungssuche:

  • Suchanzeige aufgeben
  • auf Immobilienportalen anmelden
  • Schwarze Bretter in Geschäften nutzen
  • einen Makler beauftragen

Für die Einrichtung:

  • einen Plan erstellen
  • Computerprogramme für die Wohnungseinrichtung
  • Beratung im Möbelgeschäft

Vergessen Sie bei allem Stress die Vorfreude nicht! Schliesslich starten Sie in eine gemeinsame Zukunft.

Sie sind zusammengezogen – So geht es weiter

Wohnung fertig eingerichtetEs ist nicht ungewöhnlich, wenn sich nach einigen Monaten eine gewisse Ernüchterung einstellt. Die Aufregung der ersten Wochen wird sich legen und der Routine weichen. Achten Sie darauf, dass Ihre Gefühle nicht auf der Strecke bleiben.

Die Gefahr besteht vor allem dort, wo beide Partner beginnen, ihre eigenen Interessen durchsetzen zu wollen. Die Toleranz kann schwinden, dabei sollte sie bei beiden gleichermassen vorhanden sein. Hauptstreitpunkte sind.

  • Fenster nachts geöffnet oder geschlossen
  • Nähe und Distanz (Kuscheln, Reden, gemeinsame Unternehmungen)
  • Schlafverhalten
  • Mahlzeiten
  • Freizeitgestaltung
  • Aufräumen

Es ist normal, dass sich die Schwerpunkte in den ersten Monaten verschieben. Fordern Sie trotzdem nicht die ungeteilte Aufmerksamkeit. Gestehen Sie Ihrem Partner zu, dass er oder sie auch eigene Interessen hat. Sie brauchen sich nicht zurückgesetzt zu fühlen, wenn er oder sie glücklich und erholt vom Sport nach Hause kommt. Freuen Sie sich mit Ihrem Lebenspartner. Auch das gehört zum gemeinsamen Leben dazu. Behalten Sie bei Konflikten außerdem immer im Fokus, dass Sie mit dieser Person Ihr Leben verbringen möchten. Das hilft Ihnen, die nötige Toleranz aufzubringen. Fordern Sie aber das auch für sich.

Lösen Sie Konflikte ausserhalb!

Gehen Sie nie böse miteinander in die Nachtruhe. Auch wenn Sie sauer sind, akzeptieren Sie, dass sachliche Auseinandersetzungen der schnellste Weg durch eine Krise sind. Schweigen verschlimmert die Situation und verhärtet die Fronten. Schweigen macht unglücklich und schürt Zweifel. Nutzen Sie also die Vorteile der räumlichen Nähe und bitten Sie um ein ehrliches Gespräch. Gehen Sie dazu im Zweifelsfalle beide aus der Wohnung und treffen sich in einem Café oder in einer Wirtschaft. Essen Sie gemeinsam, trinken Sie etwas und nutzen Sie die Zeit, die Dinge zu klären, die zwischen Ihnen stehen. Neutraler Boden ist für solche Gespräche erheblich besser geeignet, als die eigenen vier Wände.

Ihre Wohnung ist Ihr Schutzraum. Ein Streit kann hier schneller eskalieren, weil sie neben Ihrer Persönlichkeit auch noch Ihren Wohnraum gegen den emotionalen „Eindringling“ verteidigen, zu dem Ihr Partner/Ihre Partnerin in diesem Moment wird. Sie sind je nach Wesen entweder angriffslustiger oder angreifbarer. Ausserdem werden Sie in fremder Umgebung eher das Bedürfnis haben, sich leise auseinander zu setzten. Auch das nimmt Schärfe aus der Streiterei. Wenn Sie sich vertragen und gemeinsam nach Hause gehen und Ihre Wohnung betreten, werden Sie den Vorteil dieser Vorgehensweise sehr genau spüren.

Beziehung retten oder nicht?

BeziehungsproblemeKrisen gehören zu einer Beziehung dazu. Schliesslich können zwei Menschen kaum auf Dauer in allen Punkten einer Meinung sein.

Wenn Paare aber vor dem Altar einander schwören „…in guten und in schlechten Tagen…“ leisten sie ein grosses Versprechen, das zu einer Zeit ausgesprochen wird, in der die Liebe gesund und stark ist.

Dabei handelt es sich um einen Schwur, den es schon sehr lange gibt und der vor allem in der Kirche geleistet wird.

Er enthält die Warnung: Achtung, es werden harte Zeiten kommen. Schliesslich ist die Ehekrise keine Erfindung der heutigen Zeit. Aber eines hat sich geändert. Heute sind Paare freier, wenn sie es nicht mehr miteinander aushalten. Verlassene Ehepartner werden zwar von der Gemeinschaft nicht hochgelobt, aber spätestens, wenn die Scheidungsrate auch in der älteren Generation angekommen ist, wird sich die Grundhaltung weiter entschärfen. Paare ohne Trauschein hingegen gelangen nach aussen so gut wie nie in Rechtfertigungsnot.

Das zeigt, dass die Gesellschaft unverheirateten Paaren mehr Freiheiten zugesteht. Dabei wird auch unterstellt, dass sich die Partner vielleicht doch nicht sicher sind. Sie haben sich offiziell nichts versprochen und sind daher weniger verpflichtet, auch wenn Kinder vorhanden sind. Aber was hat das mit der Frage: Trennung ja oder nein zu tun? Jede Menge, denn die Reaktion der Menschen aus dem Umfeld hat einen erheblichen Anteil daran, ob eine Trennung tatsächlich vollzogen wird. Das gilt ganz besonders, wenn nur einer in der Beziehung sich mit Trennungsgedanken trägt. Umfragen zeigen, dass diese Person sich mindestens genau so viele Gedanken um die Reaktion aller anderen macht, wie darum, wie der Noch-Partner die Nachricht aufnimmt und wie das Leben anschliessend weiter geht.

Trennen wir uns zu leichtfertig?

Viele Paare, die über etliche Jahrzehnte miteinander gelebt haben, geben durchaus zu, dass auch sie Zeiten erlebt haben, in denen sie den anderen kaum ertragen konnten. Trotzdem erklären sie, dass sie gleichzeitig wussten, dass sie niemals gehen würden. Nach den Gründen gefragt, geben sie an, dass sie sich an ihr Versprechen gebunden fühlen. Oft schwingt auch eine gewisse Demut vor dem Leben und Dankbarkeit über die Dinge mit, die man sich gemeinsam erarbeitet hat. Das ist heute oftmals anders. Wir leben in einer schnellen Zeit. Schon Kinder werden zur Eile getrieben. Durch die technischen Fortschritte ist eine Pflicht zum Perfektionismus entstanden, vor der es kaum ein Entrinnen gibt. Dabei büssen wir zunehmend die Fähigkeit ein, uns auch mit weniger zufriedenzugeben.

Es muss das Smartphone sein, wir schreiben unsere Briefe auf dem Tablet und sehen Filme, wann wir es wollen auf dem Flachbildschirm, natürlich in HD und unseren Weg finden wir, weil das Navi uns leitet. Und wenn das jetzt noch nicht bei allen so ist, dann erleben wir es wenigstens im Umfeld und gelangen früher oder später in den gleichen Sog. Die neue Freiheit macht uns aber auch starrer. Wir werden unflexibler und damit auch egoistischer. Das wiederum macht uns unabhängiger von anderen. Frauen ergreifen heute selbstverständlich einen Beruf, der es ihnen auch ermöglicht, ihren Unterhalt zu bestreiten. Auch die Zahl der Kinder wird den finanziellen Möglichkeiten angepasst und die ältere Generation zieht im Alter in eine Einrichtung, die die Versorgung regelt.

Wir sind kaum noch abhängig voneinander. Das Wissen darum macht uns freier. Das sind Gründe, warum wir heute eher bereit sind, einen Schlussstrich zu ziehen. Das bedeutet aber nicht, dass wir leichtfertiger mit unseren oder den Gefühlen des Partners umgehen. Die meisten Menschen haben Angst vor Beziehungskrisen und möchten rechtzeitig alles tun, damit das gemeinsame Leben möglichst harmonisch bleibt.

Anzeichen einer Beziehungskrise und Beziehungstipps

Pärchen diskutiertWas als Beziehungskrise empfunden wird, ist von Paar zu Paar verschieden. In manchen Beziehungen geht es temperamentvoll zu. Dass Türen zugeschlagen werden oder mal ein lautes Wort fällt, muss hier keine bedrohlichen Ausmasse annehmen. Die Partner kennen sich und wissen, wie weit sie gehen können, ohne den anderen ernsthaft zu ärgern oder zu verletzen.

In anderen Beziehungen sind die Beteiligten ruhiger. Unter Umständen ist schon ein vergessenes Ritual Auslöser für eine ernste Krise. Genau hier liegt auch die Chance, Beziehungsprobleme rechtzeitig zu erkennen. Rituale sind hervorragend geeignet, die Stimmung untereinander zu prüfen. Wichtig ist, dass Rituale früh entwickelt werden, möglichst schon zu Beginn der Beziehung. Das kann das gemeinsame Gespräch vor dem Schlafengehen sein, die Tasse Kaffee nach der Arbeit oder ein Spaziergang nach dem Abendessen. Solche Rituale sollten möglichst täglich stattfinden, mindestens aber einmal pro Woche. Bei einem solchen möglichst störungsfreien Ritual wird offen gesprochen. Das sind die richtigen Momente, um auszusprechen, dass man sich nicht wohlfühlt, unzufrieden ist, verärgert oder auch zweifelt. Anzeichen dafür sind darüber hinaus:

Reizbarkeit, schlechte Erreichbarkeit des anderen oder vielleicht sind Sie auch die Person, die nicht erreichbar sein will, weil sich die Gefühle geändert haben oder einfach Abstand brauchen, um sich über die eigenen Gefühle klar zu werden.

Trennung vermeiden?

Bevor die Entscheidung für eine Trennung fällt, gibt es eine Phase der Unsicherheit und der Zweifel. Das Auf und Ab in einem Beziehungsleben wird vielleicht immer extremer und irgendwann reicht es einem der Partner. Vielleicht platzt einer in einem Streit heraus, dass die Eheprobleme oder der Ärger in der Beziehung eine zu grosse Belastung sind. Wenn die Wut oder die Verzweiflung gross genug ist, besteht auch die Möglichkeiten, dass mindestens einem von beiden die „Galle überläuft“. Dass in solchen Situationen eine Trennung auch einmal übereilt ausgesprochen werden kann, ist nicht ungewöhnlich. Für den anderen ist das aber ein Schock. Je nach der Intensität der Gefühle bricht für ihn oder sie eine Welt zusammen. Wenn einige Zeit vergangen ist, stellt sich mit Sicherheit die Frage, ob sich der Ex-Partner zurückgewinnen lässt. Vielleicht gibt es auch die Chance auf weitere Gespräche, in denen genau das zu klären ist.

Ist die Wut verraucht, zeigen sich manche Probleme nicht mehr ganz so furchtbar, dafür rückt die Erinnerung an gute Zeiten in den Vordergrund. In einer solchen Phase über eine Paartherapie nachzudenken, kann sinnvoll sein. Wenn beide es wollen, lohnt sich der Versuch auf jeden Fall. Bei einer Paartherapie geht es nicht darum, einen Schuldigen zu finden oder eine Beziehung zu erzwingen. Sie kann auch damit enden, dass der Therapeut dem, der sich trennen will, den Rücken stärkt, weil sich zeigt, dass es keine gemeinsame Zukunft geben kann. Ganz sicher wird sich der Experte aber auf die vermittelnde Funktion konzentrieren. Selbst wenn sich nach wenigen Sitzungen zeigt, dass die Beziehung wirklich am Ende ist, kann sie ein echter Gewinn sein, denn sie hilft dem, der zurückbleibt, die Ereignisse besser zu verarbeiten. Umgekehrt kann eine Paartherapie aber auch helfen, zu erkennen, was die Trennungsgründe waren und dass die Gefühle noch stark genug sind, um die Beziehung nicht aufzugeben. Gemeinsam lassen sich so Lösungen erarbeiten. Der Therapeut begleitet das Paar so lange, wie es von beiden gewünscht wird.

Wann muss ein Schlusstrich gezogen werden

BeziehungsstreitNiemand muss sich alles vom Partner oder der Partnerin bieten lassen. Zum Eigenschutz kann es daher wichtig sein, einen Schlussstrich zu ziehen und dann möglichst den Kontakt strikt abzubrechen. Das ist dann der Fall, wenn es zu Gewalt in der Beziehung kommt.

Dabei ist es unerheblich, ob der Mann die Frau oder die Frau den Mann schlägt. Ebenso ist Gewalt gegen die Kinder inakzeptabel und Grund genug, sofort eine Trennung durchzusetzen. Die Gewalttätigkeit entwickelt sich selten von heute auf morgen. Sie kann mit respektlosem Umgang, Anbrüllen oder Beleidigen ihren Anfang nehmen.

Auch hier ist es sinnvoll, mindestens eine Trennung anzukündigen und damit unmissverständlich Grenzen aufzuzeigen. Das gilt auch, wenn beide Partner immer aggressiver miteinander umgehen, sodass kaum noch erkennbar ist, wer wen provoziert. Ein Beziehungsende ist auch anzuraten, wenn einer von beiden sich in Straftaten verwickeln lässt. Weitere gefährliche Verhaltensweisen sind Drogen- oder Alkoholmissbrauch bei gleichzeitiger Weigerung, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Solche Entwicklungen bereinigen sich kaum von allein wieder.

Und schliesslich ist es Zeit für eine Trennung, wenn sich einer von beiden in einen anderen Mann oder eine andere Frau verliebt hat oder vielleicht sogar parallel eine weitere Beziehung führt. Aber auch das Verspielen des gemeinsamen Hab und Guts, der Verkauf von Dingen, die dem Partner gehören, das Missachten der Privatsphäre oder der Versuch, den anderen zu unterdrücken, können Gründe sein, eine Trennung möglichst bald durchzusetzen. Wenn es nicht mehr möglich ist, mit dem anderen zu reden, ist es ausserdem sinnvoll, die Trennung vorzubereiten, z. B. zum Selbstschutz. Ein schwieriges Thema sind Krankheiten. In einer normalen Beziehung ist es selbstverständlich, dass die Partner sich umeinander kümmern und sich nicht im Stich lassen. Allerdings können Erkrankungen mit Veränderungen der Persönlichkeit einhergehen. Das kann auf Dauer dazu führen, dass ein Zusammenleben unzumutbar wird.

Verliebt in den besten Freund

verliebt in den besten freund„And it feels like I am just too close to love you..“, sang Alex Clare und richtete seine Worte damit an seine Lebensgefährtin, die lange Zeit „nur“ eine gute Freundin war. Irgendwann wurde mehr daraus und einige Zeit später stellte der Sänger fest, dass diese Frau ihm viel zu nah war, als dass er sie wirklich und ehrlich lieben konnte. Er schrieb den Song, der ihn in die Charts katapultierte – und die Frau aus seinem Leben.

Aber muss das immer so enden? Kann sich aus einer guten Freundschaft Liebe entwickeln? Vielleicht

sogar die Liebe des Lebens? Nachfolgend erfahren Sie, was wirklich möglich ist und von welchen Gedanken Sie sich vielleicht lieber verabschieden sollten.

Wenn die Gefühle verwirrt sind

Ist Ihnen genau das passiert? Sie haben einen guten Freund, Sie sind auch dankbar darum und plötzlich stellen Sie fest, dass sich etwas verändert hat? Nicht an ihm, aber an Ihnen. Sie hören genauer hin, was er sagt. Sie werden nervös, wenn er sich nicht meldet oder Sie kritisiert. Sie sind eifersüchtig, wenn er von einer Frau spricht, die ihn offensichtlich interessiert. Was ist passiert? Bleiben Sie ruhig. Überlegen Sie genau, was Sie fühlen. Finden Sie erst für sich heraus, was sich vielleicht verändert hat.

Machen Sie sich aber vor allem bewusst, dass Freundschaft sehr viel mehr sein kann, als Liebe. Ehrliche und echte Freundschaft ist grossartig. Sie ist kompromisslos, ehrlich und fürsorglich. Sie ist aber nicht besitzergreifend. Liebe ist anders. Liebe ist besitzergreifend, Liebe kann auch egoistisch sein und sie bewegt sich auf einer anderen Gefühlsebene. Überlegen Sie sich genau, ob Sie überhaupt die Ebene der Freundschaft verlassen möchten oder ob es sich nicht doch lohnt, eine Phase der Schwärmerei zu überwinden.

Verliebt in den besten Freund

verliebtGibt es Freundschaft zwischen Männern und Frauen? Ja, die gibt es. Sie kann sogar ein Leben lang halten, aber sie ist sehr anfällig, und dafür gibt es gute Gründe.

Sich zu verlieben braucht nur einen Blick, eine Bewegung, eine Bemerkung, und schon trifft Sie das grosse Gefühl mit Wucht. Liebe ist etwas anderes. Sie braucht Zeit, sie wächst und wenn Sie Pech haben, dann entsteht sie, aber Sie merken es erst sehr viel später. Das kann unter Freunden passieren und  ist nicht einmal selten. Vielleicht ist es ein Kollege, mit dem Sie berufsbedingt viel Zeit verbringen. Sie verstehen sich, lachen über dieselben Witze und Sie wissen viel voneinander. Vielleicht sogar zu viel.

Kennen Sie das? Sie wissen, wie er seinen Kaffee mag, Sie kennen seine Träume, wissen welche Musik er hört, haben sich auch seine Urlaubsbilder angesehen. Sie kennen seine Schwächen und sein Lieblingsgericht. Vermutlich wissen Sie sogar, wogegen er allergisch ist. Sie sehen schon an seinem Gang, ob er gut oder schlecht gelaunt ist und Sie wissen auch, wie Sie ihn aufheitern können, wenn es ihm nicht gut geht. Sie haben damit eine Basis, eine Basis für eine grosse Liebe. Aber lieben Sie ihn auch? Oder fühlen Sie einfach nur Vertrautheit?

Nähe und noch mehr Nähe

Alex Clare hat Worte gesungen, die sehr viele Menschen nachdenklich gemacht haben. „Too close..“, was ist das eigentlich? Alex Clare hat eine Beziehung mit einer sehr vertrauten Frau begonnen und es bereut. Er war zu nah. Die Freundschaft war für ihn tiefer. Die Liebe konnte nicht mithalten. Seine Geliebte war vielleicht noch etwas weiter von ihm entfernt. Sie hat sich in ihn verliebt. Seine Worte haben sie tief getroffen. Aber sie hatte das Recht, die Wahrheit zu erfahren.

Sicher wollen Sie auch Gewissheit und Seelenfrieden, aber gerade bei der Frage zwischen Freundschaft und Liebe ist es komplizierter. Nehmen Sie sich also die Zeit, sich kritisch mit sich selbst zu befassen, bevor Sie über ihn nachdenken. Sind Sie bereit, den Freund zu verlieren, um vielleicht eine Liebe zu gewinnen? Wenn Sie die Frage bejahen, gehen Sie einen Schritt weiter. Was ist mit ihm?

Von Männern und Frauen

zusammen kuschelnWenn ein Mann und eine Frau sich sehr gut verstehen, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich beide ineinander verlieben recht hoch.

Frauen und Männer legen aber unterschiedliche Massstäbe an. Frauen verlieben sich, wenn der Mann sich als humorvoll, zuverlässig, höflich und emotional stabil erweist.

Das ist nicht zwingend so, aber das ist eine Basis. Natürlich muss auch die Chemie stimmen. Männer haben andere Massstäbe. Sie schätzen natürlich auch emotional stabile Frauen, die aber auch mal bereit sind, einen Rat anzunehmen. Emanzipierte Männer mögen aber auch selbstbewusste Frauen, die Probleme und Anforderungen bewältigen, ohne sich dafür auf die Brust zu schlagen.

Dabei dürfen sie auch einmal wütend werden. Sie fühlen sich aber auch zu Frauen hingezogen, die auf sich achten und .. seien wir mal ehrlich… Männer wollen nicht die beste Freundin einer Frau sein. Manche Themen eignen sich einfach nicht für Gespräche zwischen befreundeten Männern und Frauen. Wie auch immer Ihr Freund Sie sieht, wenn er den Kontakt zu Ihnen hält, hat er durchaus realisiert, dass Sie eine Frau und eine mögliche Partnerin sind. Es bleibt die Frage, wie es um seine Gefühle bestellt ist? Sie wollen es wissen? Testen Sie es aus!

Bestenfalls haben Sie irgendwann festgestellt, dass Sie mehr von ihm wollen. Vielleicht haben Sie sich aber auch bis über beide Ohren in ihn verliebt. Wenn Sie sich verliebt haben, sprechen Sie es aus. Lassen Sie ihm aber den Rückweg frei. Das geht so: Bitten Sie ihn um ein Gespräch, und zwar möglichst ungestört, aber ohne zu viel Aufwand. Sehr gut geeignet ist ein spontanes Treffen. Sie dürfen sich gern vorher in Form bringen, aber weichen Sie keinesfalls von Ihrem Stil ab. Schminken Sie sich nicht übermässig, kaufen Sie kein neues Kleid und gehen Sie auch nicht zum Friseur. WENN er sich in Sie verliebt hat, dann in die Person, die ihm unverkrampft vertraut ist! Wenn Sie eine ehrliche Reaktion wollen, dann gehen Sie genauso in die Unterhaltung.

Wie sag ich es ihm?

Ja, das ist schwer. Deshalb dürfen Sie sich herantasten. Sagen Sie ihm, dass Sie ein Problem haben und mit ihm sprechen möchten. Wenn er Sie fragt, sagen Sie ihm ruhig, dass Sie unsicher sind, dass er Ihnen wichtig ist und dass Sie die Freundschaft nicht riskieren möchten. Hören Sie genau hin, wenn er jetzt etwas sagen möchte. Ermutigt er Sie oder lenkt er ab. Wenn Sie ihn in den letzten Wochen angehimmelt haben, hat er das mit Sicherheit bemerkt. Wiegelt er jetzt ab oder wechselt er das Thema, ist das sein Hinweis an Sie: Nein! Nehmen Sie das Friedensangebot an. Er ist nicht interessiert. Die Chancen stehen aber gut, dass er ähnlich fühlt und aus den gleichen Gründen, wie Sie bislang den Vorstoss nicht gewagt hat.

Beobachten Sie seine Körpersprache. Wirkt er erleichtert oder wird er unruhig und versucht vielleicht sogar, unbewusst eine körperliche Distanz herzustellen. Wendet er sich ab oder wendet er sich Ihnen zu? Sie kennen ihn. Sollte er zu den Menschen gehören, die zurückhaltend sind, kann es sein, dass Sie deutlicher werden müssen. Sie brauchen ihm keine Liebeserklärung zu machen. Es genügt, wenn Sie ihm sagen, dass Sie gerne mehr Zeit mit ihm verbringen möchten, um ihn noch besser kennenzulernen. Sollte es gerade eine Frau geben, für die er sich zu interessieren scheint, sagen Sie ihm ruhig, dass Sie etwas eifersüchtig sind und dass Sie gerne an der Stelle dieser Frau wären. Jetzt weiss er, wie es um Sie steht.

Ein Wort zum Schluss

Es geht auch anders herum. Ihr Freund gesteht Ihnen seine Liebe. Mit grosser Wahrscheinlichkeit sind Sie Single oder in einer unglücklichen Beziehung, denn sonst hätten Sie gar nicht bis hierher gelesen. Bleiben Sie trotzdem kritisch. Ist er der Mann für Sie? Wenn Sie schon lange befreundet sind und er Ihnen seine Gefühle gesteht, bleiben Sie fair. Wenn Sie nicht in ihn verliebt sind, sagen Sie es ihm. Vielleicht sind Sie auch „ too close“. Wenn Sie sich hingezogen fühlen, sagen Sie ihm das genau so. Lassen Sie den Dingen ihren Lauf. Wer weiss schon, was die Zukunft bringt.

So klappt es nach der Trennung mit dem Neuanfang

TrennungEine Trennung ist ein schmerzhafter Prozess, der vor allem zu Beginn von dem Gefühl der Aussichtslosigkeit begleitet wird. Wenn Sie selbst betroffen sind, dann kennen Sie das Auf und Ab, der Gefühle, das die erste Phase der Trennung kennzeichnet.Wenn Sie selbst der oder die Verlassene sind, können die Gefühle besonders stark sein, denn jemand anders hat Sie vor vollendete Tatsachen gestellt. Doch auch wenn Sie selbst die Entscheidung gefällt haben, erleben Sie ein Gefühlschaos, das erst einmal bewältigt werden muss.

Nachfolgend erhalten Sie eine Reihe von Tipps, die Ihnen helfen werden, Ihren Weg durch die Krise zu gehen. Sie werden viel von dem wiederfinden, was Sie vielleicht schon früher durchlebt haben und einiges, was noch auf Sie zukommt. Aber Sie werden auch sehen, dass Sie sich tatsächlich selbst aus Ihrer Trauer befreien können, wenn Sie verinnerlicht haben, was Trauer eigentlich ist. Schließlich stellen Sie fest, warum Ihnen die erlebte Trauer sogar in der Zukunft und bei einer neuen Beziehung ein wertvoller Ratgeber sein kann.

Wie auch Sie die Trennung verarbeiten können

Trennungsschmerz verläuft in Phasen. Die Psychologie unterscheidet u.a.:

  • Phase 1: Das nicht wahrhaben wollen
  • Phase 2: Die Gefühle brechen auf
  • Phase 3: Die Neuorientierung beginnt

Die ersten zwei Phasen sind hart. Stellen Sie sich ihnen. Versuchen Sie nicht, die Trauer abzukürzen, sonst holt sie Sie später wieder ein. Stellen Sie sich vor, Sie wollen in einer bergigen Gegend ein neues Haus bauen. Fangen Sie also nicht mit dem Dach an, sondern gehen Sie in die Tiefe, denn Sie brauchen ein Fundament. Dazu müssen Sie graben, auch in der eigenen Seele. Heben Sie aus, was beiseite muss. Wie das geht?

Zuerst sollten Sie sich darüber klar werden, ob die Beziehung wirklich zu Ende ist. Möchten Sie die Person zurück oder wollen Sie einfach nur, dass der Schmerz aufhört? Lassen Sie sich für diese Überlegung genug Zeit. Gehen Sie ihrem Ex-Partner dazu aus dem Weg und vermeiden Sie die sich wiederholenden schmerzhaften „letzten Gespräche“ und das Flehen um eine „letzte Chance“. Denken Sie an die schwierigen Zeiten zurück und stellen Sie Ihren ehemaligen Partner nicht auf einen Sockel. Solange Sie die Hoffnung nicht aufgeben, werden Sie die erste Phase nicht überwinden. Machen Sie sich das bewusst.

Loslassen, wenn das so einfach wäre

NeuanfangBewundern Sie Personen aus Ihrem Umfeld, die scheinbar nicht ernsthaft unter einer Trennung leiden? Wenn das wirklich so ist, dann haben diese Männer oder Frauen losgelassen. Aber wie geht das? Stellen Sie sich einen Hund vor, der einen Ball hat. Er springt um Sie herum, aber will ihn nicht hergeben. Irgendwann verliert er aber das Interesse und geht weg. Er hat losgelassen. Nun stellen Sie sich vor, der Hund bemerkt vorher, dass ihm jemand den heiss geliebten Ball wegnehmen will und wie er ihn immer verbissener verteidigt. Das sind Sie.

Erinnern Sie sich zurück an die letzten Monate. Hatten Sie vielleicht selbst mal den Gedanken:

„ Ich gehe, ich will nicht mehr“?

Damals waren Sie eigentlich in der Stimmung, loszulassen. Jetzt ist Ihnen Ihr Partner zuvorgekommen und hat Ihnen etwas weggenommen, was sie verbissen zurückhaben wollen. Wenn Ihnen das Beispiel mit dem Hund hilft, stellen Sie sich vor, dass der Ball jetzt oben auf dem Schrank liegt. Sie können sich noch so sehr aufregen, Sie werden ihn nicht erreichen. Wie lange möchten Sie nach oben sehen und das Unerreichbare ansehen? Vielleicht kennen Sie auch das Sprichwort:

„Wer Leben ins Leben bringen will, muss das Festhalten-Wollen aufgeben.“
(Ernst Ferstl)

Treffen Sie Ihre Entscheidung für Ihr Seelenheil. Nehmen Sie Ihr Leben in die Hand, dann schaffen Sie den Sprung in die nächste Phase und gewinnen Ihre Kraft und Lebensfreude zurück. Haben Sie Geduld mit sich. Denken Sie an Ihr Fundament. Vielleicht rutscht noch einmal Erde nach, z. B. in Form von Erinnerungen, gemeinsamen Freunden oder auch, weil Sie sich wegen der Kinder gar nicht vollständig aus dem Weg gehen können. Nehmen Sie die Schaufel in die Hand und schieben Sie die Erde von Ihrer Seele.

Es wird Ihnen schon bald sehr viel leichter fallen. Tun Sie jetzt etwas für sich. Schauen Sie Ihre Fernsehsendungen, lassen Sie den Toilettendeckel hochgeklappt oder lassen Sie Ihre Kleidung dort fallen, wo Sie sie ausgezogen haben. Sie werden nicht im Chaos versinken, wenn Sie sich die Dinge erlauben, die früher für Streit gesorgt haben. Lassen Sie Veränderungen jetzt zu. Gehen Sie zum Friseur, kleiden Sie sich anders, fangen Sie einen neuen Sport an oder gönnen Sie sich einen Wellnesstag. Öffnen Sie sich für neue Gedanken, damit Sie Ihren persönlichen Teufelskreis verlassen können und damit auch Ihren Liebeskummer.

Es geht voran in die zweite Phase

In der zweiten Trennungsphase haben Sie verstanden, dass die Beziehung beendet ist. Es ist gut möglich, dass Ihr Selbstwertgefühl gelitten hat, erst recht, wenn der Expartner oder die Expartnerin bereits in einer neuen Beziehung ist. Sie können Ihre Gefühle nicht ausschalten. Aber Sie können sie ausklingen lassen. Das wird Sie Überwindung kosten, aber es wird Ihnen bald noch sehr viel besser gehen. Sie müssen Ihre Gefühle auch nicht verleugnen. Liebe ist ein sehr starkes und großes Gefühl. Es bringt uns in die Bereitschaft, uns für jemanden aufzugeben. Aber in Ihrer Situation ist die Bereitschaft eine glatte Fehlinvestition.

Es ist normal in der zweiten Trennungsphase, dass die Gefühle Sie in manchen Momenten regelrecht überfallen. In einem Moment ist noch alles in Ordnung und plötzlich zieht es Ihnen den Boden weg. Vermutlich können Sie die Symptome sogar körperlich wahrnehmen. Vielleicht erfasst Sie Wut, tiefe Trauer oder sogar Hass. Verinnerlichen Sie sich, dass sich diese Gefühle gerade gegen Sie selbst richten. Bestrafen Sie sich nicht selbst. Wenn Sie Fehler gemacht haben, dann verzeihen Sie sich diese Fehler. Sie können Sie nicht rückgängig machen, aber Sie können in der nächsten Beziehung Ihre Konsequenzen daraus ziehen. Erlauben Sie sich, aus der Vergangenheit zu lernen, aber schützen Sie sich auch vor Ihren negativen Gefühlen.

Es dauert jetzt nicht mehr lang und dann folgt der Schritt in die dritte Phase. Sie haben Ihren Liebeskummer überwunden und die Trennung verarbeitet. Das bedeutet nicht, dass Sie nie wieder wehmütig an früher zurückdenken. Aber der Trennungsschmerz ist vorbei.

Mit der dritten Phase zurück ins Leben

Willkommen zurück im Leben. Was auch immer geschehen ist, Sie sind jetzt in der Phase, in der Sie verinnerlicht haben, dass Ihre Gefühle sich endlich geändert haben. Sie werden Ihrem Expartner lieber aus dem Weg gehen, denn eigentlich wollen Sie gar nicht mehr erinnert werden. Gratulation, Sie haben losgelassen und sich befreit. Eigentlich sind Sie jetzt bereit für eine neue Beziehung. Lassen Sie es langsam angehen. Setzen Sie sich keinesfalls unter Erfolgsdruck. Seien Sie sicher, es gibt sehr viele Singles da draußen, die sich auch gerade umsehen und die durch ihre Vergangenheit lieber vorsichtig sein möchten. Nutzen Sie die Chance, neue Menschen kennenzulernen, aber verbringen Sie auch Zeit mit sich selbst. Das ist eine gute Zeit, in der Sie viel über sich und Ihre wirklichen Bedürfnisse erfahren können. Vermutlich haben Sie sich auch verändert. Ganz sicher sind Sie aber stärker geworden.

Lernen Sie eine Fremdsprache, gehen Sie ins Fitnessstudio, treffen Sie sich mit neuen Leuten gönnen Sie sich den Luxus, Kontakte abzubrechen, die Ihnen nicht gut tun. Sie wissen jetzt, wie das geht. Sie haben gelernt, dass Sie loslassen können. Wenn Sie eine Person kennenlernen, die Sie interessiert, bleiben Sie achtsam. Gehen Sie sorgsam mit sich um und schützen Sie sich vor übereilten Entscheidungen. Sprechen Sie mit der Person aber ruhig über die Phasen, die Sie erlebt haben. Vielleicht stellen Sie erstaunliche Gemeinsamkeiten fest. Vielleicht erleben Sie aber auch, dass Ihr Gegenüber noch gar nicht so weit ist und sich noch in einer frühen Phase befindet. Wie gut, dass Sie ihre Trennungszeit bewusst erlebt haben. Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie sich mit diesen Erkenntnissen für den falschen Mann oder die falsche Frau entscheiden, ist gering.

Trennung verarbeiten: So klappt es mit dem Neuanfang

TrennungsschmerzEine Trennung ist ein schmerzhafter Prozess, der vor allem zu Beginn von dem Gefühl der Aussichtslosigkeit begleitet wird. Wenn Sie selbst betroffen sind, dann kennen Sie das Auf und Ab, der Gefühle, das die erste Phase der Trennung kennzeichnet.

Wenn Sie selbst der oder die Verlassene sind, können die Gefühle besonders stark sein, denn jemand anders hat Sie vor vollendete Tatsachen gestellt. Doch auch wenn Sie selbst die Entscheidung gefällt haben, erleben Sie ein Gefühlschaos, das erst einmal bewältigt werden muss.

Nachfolgend erhalten Sie eine Reihe von Tipps, die Ihnen helfen werden, Ihren Weg durch die Krise zu gehen. Sie werden viel von dem wiederfinden, was Sie vielleicht schon früher durchlebt haben und einiges, was noch auf Sie zukommt. Aber Sie werden auch sehen, dass Sie sich tatsächlich selbst aus Ihrer Trauer befreien können, wenn Sie verinnerlicht haben, was Trauer eigentlich ist. Schließlich stellen Sie fest, warum Ihnen die erlebte Trauer sogar in der Zukunft und bei einer neuen Beziehung ein wertvoller Ratgeber sein kann.

Wie auch Sie die Trennung verarbeiten können

Trennungsschmerz verläuft in Phasen. Die Psychologie unterscheidet u.a.:

  • Phase 1: Das nicht wahrhaben wollen
  • Phase 2: Die Gefühle brechen auf
  • Phase 3: Die Neuorientierung beginnt

Die ersten zwei Phasen sind hart. Stellen Sie sich ihnen. Versuchen Sie nicht, die Trauer abzukürzen, sonst holt sie Sie später wieder ein. Stellen Sie sich vor, Sie wollen in einer bergigen Gegend ein neues Haus bauen. Fangen Sie also nicht mit dem Dach an, sondern gehen Sie in die Tiefe, denn Sie brauchen ein Fundament. Dazu müssen Sie graben, auch in der eigenen Seele. Heben Sie aus, was beiseite muss. Wie das geht?

Zuerst sollten Sie sich darüber klar werden, ob die Beziehung wirklich zu Ende ist. Möchten Sie die Person zurück oder wollen Sie einfach nur, dass der Schmerz aufhört? Lassen Sie sich für diese Überlegung genug Zeit. Gehen Sie ihrem Ex-Partner dazu aus dem Weg und vermeiden Sie die sich wiederholenden schmerzhaften „letzten Gespräche“ und das Flehen um eine „letzte Chance“. Denken Sie an die schwierigen Zeiten zurück und stellen Sie Ihren ehemaligen Partner nicht auf einen Sockel. Solange Sie die Hoffnung nicht aufgeben, werden Sie die erste Phase nicht überwinden. Machen Sie sich das bewusst.

Loslassen, wenn das so einfach wäre

NeuanfangBewundern Sie Personen aus Ihrem Umfeld, die scheinbar nicht ernsthaft unter einer Trennung leiden? Wenn das wirklich so ist, dann haben diese Männer oder Frauen losgelassen. Aber wie geht das? Stellen Sie sich einen Hund vor, der einen Ball hat. Er springt um Sie herum, aber will ihn nicht hergeben. Irgendwann verliert er aber das Interesse und geht weg. Er hat losgelassen. Nun stellen Sie sich vor, der Hund bemerkt vorher, dass ihm jemand den heiss geliebten Ball wegnehmen will und wie er ihn immer verbissener verteidigt. Das sind Sie.

Erinnern Sie sich zurück an die letzten Monate. Hatten Sie vielleicht selbst mal den Gedanken: „ Ich gehe, ich will nicht mehr“?

Damals waren Sie eigentlich in der Stimmung, loszulassen. Jetzt ist Ihnen Ihr Partner zuvorgekommen und hat Ihnen etwas weggenommen, was sie verbissen zurückhaben wollen. Wenn Ihnen das Beispiel mit dem Hund hilft, stellen Sie sich vor, dass der Ball jetzt oben auf dem Schrank liegt. Sie können sich noch so sehr aufregen, Sie werden ihn nicht erreichen. Wie lange möchten Sie nach oben sehen und das Unerreichbare ansehen? Vielleicht kennen Sie auch das Sprichwort:

„Wer Leben ins Leben bringen will, muss das Festhalten-Wollen aufgeben.“
(Ernst Ferstl)

Treffen Sie Ihre Entscheidung für Ihr Seelenheil. Nehmen Sie Ihr Leben in die Hand, dann schaffen Sie den Sprung in die nächste Phase und gewinnen Ihre Kraft und Lebensfreude zurück. Haben Sie Geduld mit sich. Denken Sie an Ihr Fundament. Vielleicht rutscht noch einmal Erde nach, z. B. in Form von Erinnerungen, gemeinsamen Freunden oder auch, weil Sie sich wegen der Kinder gar nicht vollständig aus dem Weg gehen können. Nehmen Sie die Schaufel in die Hand und schieben Sie die Erde von Ihrer Seele.

Es wird Ihnen schon bald sehr viel leichter fallen. Tun Sie jetzt etwas für sich. Schauen Sie Ihre Fernsehsendungen, lassen Sie den Toilettendeckel hochgeklappt oder lassen Sie Ihre Kleidung dort fallen, wo Sie sie ausgezogen haben. Sie werden nicht im Chaos versinken, wenn Sie sich die Dinge erlauben, die früher für Streit gesorgt haben. Lassen Sie Veränderungen jetzt zu. Gehen Sie zum Friseur, kleiden Sie sich anders, fangen Sie einen neuen Sport an oder gönnen Sie sich einen Wellnesstag. Öffnen Sie sich für neue Gedanken, damit Sie Ihren persönlichen Teufelskreis verlassen können und damit auch Ihren Liebeskummer.

Es geht voran in die zweite Phase

In der zweiten Trennungsphase haben Sie verstanden, dass die Beziehung beendet ist. Es ist gut möglich, dass Ihr Selbstwertgefühl gelitten hat, erst recht, wenn der Expartner oder die Expartnerin bereits in einer neuen Beziehung ist. Sie können Ihre Gefühle nicht ausschalten. Aber Sie können sie ausklingen lassen. Das wird Sie Überwindung kosten, aber es wird Ihnen bald noch sehr viel besser gehen. Sie müssen Ihre Gefühle auch nicht verleugnen. Liebe ist ein sehr starkes und großes Gefühl. Es bringt uns in die Bereitschaft, uns für jemanden aufzugeben. Aber in Ihrer Situation ist die Bereitschaft eine glatte Fehlinvestition.

Es ist normal in der zweiten Trennungsphase, dass die Gefühle Sie in manchen Momenten regelrecht überfallen. In einem Moment ist noch alles in Ordnung und plötzlich zieht es Ihnen den Boden weg. Vermutlich können Sie die Symptome sogar körperlich wahrnehmen. Vielleicht erfasst Sie Wut, tiefe Trauer oder sogar Hass. Verinnerlichen Sie sich, dass sich diese Gefühle gerade gegen Sie selbst richten. Bestrafen Sie sich nicht selbst. Wenn Sie Fehler gemacht haben, dann verzeihen Sie sich diese Fehler. Sie können Sie nicht rückgängig machen, aber Sie können in der nächsten Beziehung Ihre Konsequenzen daraus ziehen. Erlauben Sie sich, aus der Vergangenheit zu lernen, aber schützen Sie sich auch vor Ihren negativen Gefühlen.

Es dauert jetzt nicht mehr lang und dann folgt der Schritt in die dritte Phase. Sie haben Ihren Liebeskummer überwunden und die Trennung verarbeitet. Das bedeutet nicht, dass Sie nie wieder wehmütig an früher zurückdenken. Aber der Trennungsschmerz ist vorbei.

Mit der dritten Phase zurück ins Leben

Willkommen zurück im Leben. Was auch immer geschehen ist, Sie sind jetzt in der Phase, in der Sie verinnerlicht haben, dass Ihre Gefühle sich endlich geändert haben. Sie werden Ihrem Expartner lieber aus dem Weg gehen, denn eigentlich wollen Sie gar nicht mehr erinnert werden. Gratulation, Sie haben losgelassen und sich befreit. Eigentlich sind Sie jetzt bereit für eine neue Beziehung. Lassen Sie es langsam angehen. Setzen Sie sich keinesfalls unter Erfolgsdruck. Seien Sie sicher, es gibt sehr viele Singles da draußen, die sich auch gerade umsehen und die durch ihre Vergangenheit lieber vorsichtig sein möchten. Nutzen Sie die Chance, neue Menschen kennenzulernen, aber verbringen Sie auch Zeit mit sich selbst. Das ist eine gute Zeit, in der Sie viel über sich und Ihre wirklichen Bedürfnisse erfahren können. Vermutlich haben Sie sich auch verändert. Ganz sicher sind Sie aber stärker geworden.

Lernen Sie eine Fremdsprache, gehen Sie ins Fitnessstudio, treffen Sie sich mit neuen Leuten gönnen Sie sich den Luxus, Kontakte abzubrechen, die Ihnen nicht gut tun. Sie wissen jetzt, wie das geht. Sie haben gelernt, dass Sie loslassen können. Wenn Sie eine Person kennenlernen, die Sie interessiert, bleiben Sie achtsam. Gehen Sie sorgsam mit sich um und schützen Sie sich vor übereilten Entscheidungen. Sprechen Sie mit der Person aber ruhig über die Phasen, die Sie erlebt haben. Vielleicht stellen Sie erstaunliche Gemeinsamkeiten fest. Vielleicht erleben Sie aber auch, dass Ihr Gegenüber noch gar nicht so weit ist und sich noch in einer frühen Phase befindet. Wie gut, dass Sie ihre Trennungszeit bewusst erlebt haben. Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie sich mit diesen Erkenntnissen für den falschen Mann oder die falsche Frau entscheiden, ist gering.

Liebesgeständnis: Dem Partner seine Liebe gestehen

So offenbaren Sie Ihrem Gegenüber ihre Gefühle

bist du in mich verliebt?Zwei Menschen stehen sich gegenüber und erklären sich ihre Liebe, bevor sich beide verliebt in die Arme fallen. Was in Liebesfilmen oftmals so einfach aussieht, stellt im realen Leben viele vor eine nahezu unbezwingbare Herausforderung.

Sie haben sich über beide Ohren verliebt? Sie hoffen auf ein Zeichen des anderen und versuchen in der Gestik Zuneigung und Gegenliebe abzulesen? Der folgende Beitrag bringt Licht hinter das magische Spiel mit den Worten.

Diese Gesten und Worte symbolisieren Ihre Zuneigung

Machen Sie Ihrem Gegenüber ein Kompliment und zeigen durch Worte Ihre tiefe Zuneigung. Ein intensiver Blick in die Augen und ein offenes Lächeln hebt den Zustand der Liebe hervor. Liebevolle Worte und Gesten zielen darauf ab, den anderen glücklich zu machen. Der passende Zeitpunkt und Komplimente gehören unumgänglich zusammen. Halten Sie über die gesamte Zeit hinweg Augenkontakt.

Telefonieren Sie mit dem anderen, werden Sie bemerken, dass sich Ihre Stimme verändert: Sie sprechen sanfter, nicht zu laut und vermitteln ein Gefühl der Intimität und Nähe. In einem Gespräch suchen Sie körperliche Nähe. Dies stellt eine wunderbare Situation dar, die eigenen Gefühle zu offenbaren – vorausgesetzt der oder die andere ist bereit und reagiert nicht mit Zurückweisung und Distanz.  Entwickeln Sie für diese Zustände Sensibilität und achten auf Mimik und Gesten, um niemanden vor den Kopf zu stossen.

Zeigen Sie persönliche Zuneigung mit Mitgefühl und erzeugen darüber ein wohliges Zusammengehörigkeitsgefühl. Erkundigen Sie sich nach dem Gefühlszustand der anderen Person, dies gilt als offenes Zeichen von Liebe.

Folgende Fragen bieten sich in dieser Situation an:

  • Wie war Dein Tag? Was hast Du erlebt?
  • Ist mit Dir alles in Ordnung?
  • Hast Du Probleme? Kann ich Dir helfen?

Mit ehrlichem, persönlichem Mitgefühl schaffen Sie Nähe und heben den anderen auf ein neues Level.

Ich liebe Dich – Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Die magischen Worte gehen schnell von den Lippen: Ich liebe Dich. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, dieses Gefühl zu offenbaren, ohne es direkt zu formulieren. Gerade in der Zeit der zunehmenden Digitalisierung gilt das persönliche, gesprochene Wort vor einer E-Mail, einer SMS oder einer WhatsApp Nachricht. Lernen Sie eine andere Person online kennen, überstürzen Sie die eigenen Liebesbekundungen nicht und heben sich diese für die Kennenlernphase auf. Sie haben sich vorher noch nie getroffen? Dann wird Ihr Gegenüber eine Liebesbekundung nicht ernst nehmen können.

So gelingt das Liebesgeständnis!

Ich liebe DichSetzen Sie sich auf keinen Fall unter Druck und machen Sie Ihr Geständnis nicht von den persönlichen Erwartungen abhängig. Freuen Sie sich auf die magischen drei Worte und auf das Gefühl, Zuneigung und Liebe des anderen zu erfahren.

Wählen Sie für dieses Gespräch den richtigen Moment. Dieses stellt eine der wichtigsten Voraussetzungen für ein Gelingen eines Liebesgeständnisses dar. Eine intime Atmosphäre abseits des Alltags und gesellschaftlichen Trubels gilt als optimal. Nehmen Sie von Anfang an den persönlichen Druck aus einem Dialog und erwarten von dem anderen oder der anderen nicht sofort eine Gegenleistung. Es bedarf Zeit Ihr Liebesgeständnis sacken zu lassen. Setzen Sie die andere Person auf keinen Fall unter Druck und machen sich keine Sorgen, was nach Ihren offenen Worten passieren wird.

Lassen Sie auf keinen Fall beklemmende Stille entstehen. Nehmen Sie den Druck aus der Situation und fügen eine Anmerkung hinzu, wie zum Beispiel: „Du musst jetzt nicht sofort antworten. Ich wollte einfach nur, dass du weisst, wie ich für Dich empfinde.“ Reagieren Sie auf diese Weise, wird eine Reaktion nicht lange auf sich warten lassen.

Liebe auf Umwegen – Gestik und Mimik gezielt einsetzen

Neben der offenen Liebesbekundung gibt es zahlreiche andere Möglichkeiten, dem anderen die eigenen Gefühle zu offenbaren. Handlungen sagen manchmal mehr als 1000 Worte. Suchen Sie, wann immer es möglich ist, mit der anderen Person Augenkontakt und schenken ihm oder ihr ein warmes und offenes Lächeln. Halten Sie den Augenkontakt aus und warten auf die Reaktion. Auch wenn die eigene Körpersprache zumeist Unsicherheit ausstrahlt, positionieren Sie sich in einer offenen Körperhaltung. Neigen Sie zum Beispiel den Kopf in Richtung des anderen.

Sie glauben, in dieser Situation an Gesichtsröte zuzunehmen? Das ist ein natürlicher Zustand. Es bringt rein gar nichts, diesem entgegenzuwirken. Sie zeigen der anderen Person Ihre Aufregung und signalisieren: „Du bist mir wichtig und machst mich nervös“. Ein kleines Zwinkern und eine flüchtige Berührung, die auf keinen Fall übertrieben werden sollte, reicht für den Anfang vollkommen aus und zeigt offene Zuneigung. Beobachten Sie, wie der Körperkontakt ankommt. Arbeiten Sie sich von kleinen Gesten immer weiter heran. Am Anfang berühren sich Ihre Fingerspitzen eher flüchtig, später streichen Sie Ihr rein zufällig am Arm vorbei oder im Theater oder Kino liegen Ihre Arme natürlich nebeneinander. Immer wenn Ihr Gegenüber mit Zuneigung reagiert, ist es empfehlenswert diese Berührungen in der nächsten Situation nochmals zu versuchen.

Der Wert der kleinen Aufmerksamkeiten und Geschenke

Ein letzter Hinweis kommt dem persönlichen Gefallen zu. Gerade das, warum Sie nicht gebeten werden, bleibt lange im Gedächtnis. Die andere Person braucht etwas? Sie wissen, womit Sie ihr oder ihm eine Freude bereiten? Dann setzen Sie diese kleinen Geschenke und Aufmerksamkeiten gezielt ein und unterstützen diese mit einem Lächeln. „Gern geschehen.“ „Das mache ich gern für Dich.“ Lassen Sie einem Gefallen nicht zu viele Worte zukommen. Auf diese Weise zeigen Sie Ihre Zuneigung und ein Liebesgeständnis wird sich aus der Situation heraus ergeben

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