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Angst vor Ablehnung – Angst vor einem Korb

Wege aus der eigenen Unsicherheit

Schöne Frau wird von einem Mann angesprochenWas denkt die andere Person, wenn Sie einen Kennenlernversuch starten? Wie verhalte ich mich, wenn ich einen Korb bekomme?

Die Situation ist den meisten Menschen äusserst unangenehm und stellt einen der häufigsten Gründe dar, warum viele Singles ein einsames Dasein fristen.

Woher kommt sie eigentlich: die innere Angst vor Ablehnung? Wie gehen Sie folglich mit diesen einengenden Gefühlszuständen um? Gibt es einen einfachen Weg aus der Angst vor Ablehnung?

Angstzustände lassen sich bis auf die Kindheit zurückführen. Zum damaligen Zeitpunkt war es vielmehr die Unsicherheit und Angst vor der Ablehnung der Eltern: die Angst, fortan allein dazustehen, ohne Unterstützung der Familie. Ein strafender Blick und eine Geste der Zurückweisung reichen für ein drei- bis fünfjähriges Kind aus, um in eine kurze Sinnkrise zu verfallen. Dieser kleine Junge und dieses kleine Mädchen verfolgt viele bis in das Erwachsenenalter. Im schlimmsten Fall wirkt sich diese Angst bedrängend aus und erzeugt ein Gefühl von Hilflosigkeit.

Warum werden Sie diese Zustände einfach nicht los?

Unsichere Menschen, die Angst vor Ablehnung mit sich tragen, haben über die Jahre hinweg die Kindheitszustände und negativen Erlebnisse klein gehalten, aber nicht überwunden. Anstelle sich die Furcht und Hilflosigkeit dieser Zustände zu nehmen und sich selbst in Situationen der Ablehnung Mut zuzusprechen, steigert sich dieser Zustand. Die eigenen Gedanken kreisen, immer wieder um die Frage, was andere von Ihnen denken? In diesem Fall ist es denkbar, dass nahezu jedes Wort eines anderen von unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet wird und zur permanenten Hinterfragung der Persönlichkeit genutzt wird. In der Folge entsteht ein Gefühl ständiger Nervosität und Angespanntheit.

Aus dieser Situation heraus ziehen sich Betroffene in sich selbst zurück, um sich vor der Ablehnung der anderen zu schützen und von negativen Gefühlen zu verstecken. Die Reaktion des anderen führen zur inneren Bestätigung der persönlichen Unsicherheit. Aus Angst entlarvt zu werden und die geheimen Empfindungen preiszugeben, reden sich Betroffene selbst ein, als Versager durch das Leben zu gehen. Aus diesem Gefühl heraus ist es nahezu unmöglich, offen auf einen anderen zuzugehen.

Das Ergebnis: Es entsteht ein negatives Selbstbild, das in einigen Fällen in Vereinsamung gipfelt und ein potenzielles Kennenlernen auf einer surrealen Ebene hält.

Wie finden Sie heraus aus der Misere?

Junges flirtendes PaarEine erfüllte Beziehung setzt nun einmal einen Einstieg in einen Dialog voraus. Es ist sinnvoll, bei sich anzusetzen und die eigenen Schwächen ehrlich zu beleuchten. Lassen Sie Komplimente und Zuneigung eines anderen zu und nutzen Sie diese Situationen nicht, um sich wieder zu hinterfragen.

Stellen Sie eine Liste auf, mit den eigenen Stärken und Schwächen, denn diese bilden die Basis für eine einzigartige Persönlichkeit. In diesem Bereich kommen Psychologen auf das persönliche Selbstbild und die Selbstliebe zu sprechen.

Wenn Sie sich als Person lieben und schätzen, sind Sie in der Lage, offen auf andere zuzugehen und Selbstablehnung oder Zurückweisung nicht als Kritik an der eigenen Person zu verstehen.

Es ist möglich, dass Ihr Wunsch auf ein Kennenlernen nicht auf Gegenliebe stösst. Dies hat rein gar nichts mit Ihrer Person oder Persönlichkeit zu tun. Vielleicht ist die andere Person genauso unsicher. Vielleicht stellt sich die Situation des Kennenlernens als unpassend heraus. Lösen Sie sich von dem Gedanken und der negativen Annahme der Zurückweisung, denn diese kann viele Gründe haben. Der einzige Weg, diese Gefühlszustände zu überwinden, stellt die Konfrontation mit genau den Angstzuständen dar. Begeben Sie sich in die Höhle des Löwen und gehen als gestärkte Person heraus: Sie verbinden diese Situationen mit einem Lerneffekt und Stolz.

Leiden Sie an einer Sozialphobie? Wege aus der Angst!

Geben Sie sich Zeit und überstürzen den eigenen Weg zu mehr Selbstachtung nicht. Gerade für Menschen, die Ihr Leben lang unsicher durchs Leben gehen, bedarf es Kraft und Durchhaltevermögen diesen Zustand zu überwinden. Diese Gefühlszustände manifestieren die persönliche Angst vor Ablehnung. Es ist nicht verwerflich, therapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen. In klinischen Studien haben Psychologen herausgefunden, dass über 70 % der Betroffenen durch Angstzustände hindurch geholfen werden kann. Ändern Sie etwas an der gegenwärtigen Situation, denn dies ist ein Startschuss in ein neues Leben.

Folgende Behandlungsmethoden gelten als Ausweg aus der persönlichen Unsicherheit:

  • therapeutische Massnahmen, wie zum Beispiel eine Konfrontationstherapie
  • pflanzliche Medikamente: Baldrian, Johanniskraut, Melisse,
  • Entspannungstechniken: progressive Muskelentspannung, Autosuggestion oder mentales Training.

Gegenwärtig ist anzunehmen, dass ca. 7 % der Menschen an sozialen Phobien leiden und von dem Symptom der sozialen Angst betroffen sind. Diese Phobien können unterschiedliche Ausprägungen haben und machen sich in mangelndem Selbstbewusstsein, Hemmungen, Angespanntheit und Schüchternheit in unterschiedlichen Situationen des Alltags bemerkbar. Phobien werden von Betroffenen als stark einschränkend empfunden und führen unweigerlich in die persönliche Vereinsamung. Das Gefühl, von anderen angeschaut und beurteilt zu werden, wird von einem Menschen als quälend empfunden.

Im Zuge der letzten Jahre haben sich verschiedene Behandlungsmuster für den Umgang und die Therapie der Sozialphobie entwickelt:

  • Konfrontationstherapie,
  • Selbsthilfegruppen,
  • persönliche Ursachenforschung,
  • kognitive Verhaltenstherapie
  • die Stärkung des eigenen Selbstwertgefühls.

Gerade, wenn Sie dazu neigen, sich vor Angstsituationen zu drücken und einer Konfrontation mit einer anderen Person jeglicher Art aus dem Weg gehen, geht der Weg der Besserung genau über diese Konfrontation. Lernen Sie, sich Ihren Ängsten zu stellen und mit diesen in jeder Situation umzugehen. In der Konfrontationstherapie beurteilen Sie Ihren Alltag realistisch und lernen auf diese Art mit den persönlichen Ängsten vor Abweisung und Beurteilung umzugehen. Es stellt sich heraus, dass Ihre Furcht vor Zurückweisung vollkommen unbegründet ist und Sie nicht von anderen beurteilt werden. Im Zuge dieser Therapie stärken Sie Ihr eigenes Selbstbild und in der Folge Ihr Selbstbewusstsein.

Persönliche Zufriedenheit: Selbstliebe und Selbstachtung

Üben Sie diese Situationen mit einer anderen und Ihnen vertrauten Person, vor der Sie keine Scham empfinden jeden Gefühlszustand zuzulassen. Definieren Sie Ihre persönlichen Stärken, aber auch Ihre Schwächen. Bedenken Sie, dass persönliche Schwächen und Macken eine Person in den Augen eines anderen erst liebenswert machen.

Überbewerten Sie die Meinung anderer über Ihren Charakter nicht, denn dies hat nichts mit Ihrem Selbstbild zu tun. Sie können nichts daran ändern. Menschen, die Sie lieben und achten, wissen Ihre Charaktereigenschaften und Ihre Schwächen zu nehmen. Haben Sie heute schon einmal über Ihre Stärken nachgedacht?