Kosenamen für Männer

Wenn Sie einen Mann in Ihr Herz geschlossen haben, dann ist es nur natürlich, dass Sie ihm einen Kosenamen geben. Die wenigsten Menschen in einer Beziehung sprechen den Mann oder die Frau an ihrer Seite ausschliesslich mit dem Vornamen an. Das gilt übrigens auch für nahe Verwandte. Vor allem die eigenen Kinder werden bevorzugt mit Kosenamen bedacht, zunächst, wenn Sie noch klein sind und wenn sie Pech haben, auch bis in die Pubertät hinein.

Kosenamen sind nämlich keine Spitznamen, sie sind Verniedlichungen und können daher auch peinlich sein. Kosenamen entstehen übrigens meist spontan, in einer besonders vertrauten Umgebung oder als Reaktion auf ein ungewöhnliches Ereignis. Tragen Sie es also mit Fassung, wenn Ihr Partner oder Ihre Partnerin Sie mit einem ungewöhnlichen Kosenamen beschenkt. Nachfolgend stellen wir Ihnen die bekanntesten und beliebtesten Kosenamen für Männer vor.

Hier sind die beliebtesten Kosenamen für Männer

Laut einer Statistik ist der mit Abstand beliebteste Kosename für Männer „Schatz“. Das ergab eine Umfrage im Jahr 2013. Insgesamt rufen 21,9% der Frauen ihren Mann mit diesem Kosenamen. Statistik: Häufigste Kosenamen für Männer in Deutschland im Jahr 2013 | Statista
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Weit abgeschlagen auf dem 2. Platz ist der „Hase“ mit nur 9,9%. Dicht dahinter, mit immerhin 7,1 % folgt der Bär. Über Platz 4 freuen sich 2,5% der Männer, die mit „Schnucki“ bedacht werden.

Es ist also Zeit sich zu fragen, wie es zu diesen Namen kommt und warum Kosenamen oft so gar nichts heldenhaftes an sich haben.

Warum wir uns für welche Kosenamen entscheiden

Der „Schatz“ findet seine Anlehnung in der Märchenwelt. Schatz nennen wir jemanden, der für uns persönlich ein echter Schatz ist. Auch die Tiernamen sind positiv gemeint, denn hier verbinden wir die Eigenschaften, die wir grundsätzlich mit dem Tier assoziieren mit dem Partner. Dabei ist zoologisches Hintergrundwissen eher hinderlich. Für die meisten Menschen ist daher ein „Bär“ ein gemütliches, aber vor allem sehr kraftvolles Tier, das gross und eindrucksvoll daherkommt und sich nicht so leicht beeindrucken lässt. Bei „Hase“ liegt die Einschätzung allerdings etwas anders, denn hier müssen wir berücksichtigen, dass die Hasenohren längst in die erotische Darstellung Einzug genommen haben. Das Playboybunny ist dafür sicher das bekannteste Beispiel.

Wünsche und Kosenamen

Kosenamen sind hervorragend dafür geeignet, unserem Partner zu vermitteln, wie wir ihn sehen oder sehen möchten. Auf Platz 4 der beliebtesten Kosenamen für Männer befindet sich „Maus“. Zwar nennen nur 1,4% aller Frauen ihre Männer so, aber dennoch ist dieser Kosename durchaus ein Zeichen dafür, dass diese Frau genau weiss was sie will und es eher nicht schätzt, wenn der Mann das Kommando übernimmt. Ganz anders kann sich das auf Platz 9 und 10 darstellen. Platz 9 besetzt der „Engel“ mit 1%. Platz 10 mit 0,9 % „Süsser“. Beides sind Kosenamen, die einen schmeichelnden und auch schlichtenden Charakter haben.

Eine Frau, die ihren Mann „Süsser“ oder „Engel“ nennt, könnte damit einerseits zum Ausdruck bringen, dass er besonders schön ist, aber auch, dass er sich bitte auch so zu verhalten hat, ein süsser Engel sozusagen. Das trifft übrigens auf beide Geschlechter zu. Bei der Wahl der Kosenmanen entscheiden sich auch Männer häufig unbewusst für Namen, die sie mit den gewünschten Charaktereigenschaften verbinden. Achtung! Das ist kein böser Wille und kann völlig unbeabsichtigt sein. Es ist sogar möglich, dass die Person den Kosenamen einfach nur schön findet.

Sind das wirklich alle Kosenamen?

Nein, es gibt noch sehr viel mehr Namen, die die Zuneigung ausdrücken können. Oftmals werden dabei auch die Namen abgekürzt, und zwar etwas anders, als das im Freundeskreis üblich ist. Im Grunde geht es vor allem darum, den Partner anders anzusprechen. Sie können auch in Momenten entstehen, in denen einer zum anderen sagt: „Du bist vielleicht ein… Muckelbär, Träumerchen oder was auch immer.“ Menschen, die schon sehr lange in Beziehungen sind, erinnern sich häufig daran, dass sich die Kosenamen über die Jahre verändert haben. Das ist nicht ungewöhnlich, dennoch ist es schön, wenn auf Dauer eine liebevoll gemeinte Namensgebung bleibt. Übrigens sind „Mama“ und „Papa“ keine Kosenamen. Diese Bezeichnungen sind Kindern gegenüber ihren Eltern vorbehalten.  Trotzdem kommt es vor, zumeist in Familien, in denen „Mama“ und „Papa“ schon so etwas wie Berufsbezeichnungen sind.

Schlimmstenfalls bezeichnen sich die Eltern auch noch selbst so und sprechen z. B. als Vater gegenüber ihrem Kind in der dritten Person. Die Folge sind konfuse Sätze, wie: „Der Papa kommt heute später nach Hause“. Kinder sind durchaus in der Lage zu erkennen, dass die Kosenamen der Eltern für eben diese bestimmt sind und dass sie selbst ihre Eltern anders ansprechen, schliesslich ist das Verhältnis untereinander auch vollkommen verschieden. Das wird auch hier durch die Kosenamen deutlich. Dieses Auseinanderhalten ist für Kinder wichtig. Sie müssen erkennen, dass der Vater zur Mutter „Schatz“ sagen darf, weil er ihr Mann ist. Für sie selbst bleibt es eben die „Mama“, „Mutti“, „Mami“ oder dergleichen.

Wenn der Kosename nicht zusagt

Wenn Sie als Mann mit einem Kosenamen nicht einverstanden sind, dürfen Sie das zum Ausdruck bringen. Sie können dann durchaus erwarten, dass die Frau an ihrer Seite das auch berücksichtigt. Umgekehrt gilt das für Frauen ebenso. Wenn Sie sich einen Kosenamen für Ihre Frau ausgedacht hat, der ihr nicht gefällt. Verzichten Sie bitte darauf.  Sie verlieren sonst Ihren Respekt. Besonders häufig kann das bei Platz 6 oder 7 der beliebtesten Kosenamen für Männer der Fall sein. Auf Platz 7 findet sich „Spatz“ mit 1,5% und „Baby“ auf Platz 8 mit nur noch 1,4%. „Spatz“ ist ein klassischer Kosename für kleine Kinder. Männer, die das nicht stört, sollten es auch dabei belassen. Das gilt auch für „Baby“, ein Kosewort, das im englischsprachigen Raum wesentlich geläufiger ist und vor allem Ausdruck einer tiefen Liebe. Was noch fehlt, ist Platz 8. Erstaunlich, dass sich ausgerechnet „Liebling“ mit nur 1,2 % fast als Schlusslicht darstellt.

Darf ich selbst einen Kosenamen vorschlagen?

Eigentlich nicht. Ein Kosename ist immer auch ein Kompliment. Sie können darauf bestehen, dass der Kosename nur fällt, wenn Sie beide allein sind und sie dürfen fordern, dass Sie nicht so genannt werden möchten. In den meisten Fällen ist es aber doch so, dass irgendwann ein Kosename fällt, der auch dem Partner zusagt. Bestätigen Sie an dieser Stelle und sagen Sie der Frau dieses Herzens, dass der Name Ihnen gefällt und Sie ihn gerne öfter hören möchten. Kritisch sind aber Kosenamen, die sich durch mehrere Beziehungen hindurchmogeln.

Sie dürfen also durchaus fordern, anders genannt zu werden, als ihr Vorgänger. Umgekehrt können Sie natürlich nicht erwarten, dass Ihre Partnerin Sie so nennt, wie Ihre frühere Partnerin es getan hat. Kosenamen können sich übrigens auch ändern und auch hier sind es häufig bestimmte und vor allem gemeinsam erlebte Ereignisse, die dazu führen, dass plötzlich ein lustiger oder auch besonders geheimnisvoller Kosename im Raum steht. Und schliesslich gibt es auch die Fantasienamen.

Das können zusammengesetzte Silben sein, die für Aussenstehende keinen Sinn ergeben. Solche ausgedachten Namen, die ebenfalls oft spontan in bestimmten Situationen entstehen, sind in der Öffentlichkeit meist unverfänglich, wenn sie keinen albernen Beiklang haben. Zum Schluss noch ein Tipp: Ein Kosename ist einer sehr vertrauten Person vorbehalten. Wenn Sie jemanden kennenlernen und sich verlieben, warten Sie mit dem Kosenamen, bis wirklich eine Beziehung daraus entstanden ist. Andernfalls könnte der Kosename als aufdringlich empfunden werden. Umgekehrt bedeutet das Ende einer Beziehung, dass auch der liebevolle Name nicht mehr fallen sollte. Die Ausnahme ist natürlich, beide wollen das auch weiterhin.

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